Biberratte

Überraschender Abschuss: Jäger tötet Tier, das im Aargau noch nie erlegt wurde

Sensationeller Abschuss

Der Beitrag von Tele M1 zum überraschenden Abschuss.

Ein Tier fällt in der aktuellen Aargauer Jagdstatistik besonders auf: Im Aargau wurde letztes Jahr ein Nutria erlegt. Das Besondere daran: Die Biberratte stammt aus Südamerika, ist im Kanton nicht heimisch. Es kam für die Pelzzucht in unsere Nachbarländer.

Auf den ersten Blick kann man ein Nutria leicht mit einem Biber verwechseln. Der Hauptunterschied zum einheimischen Nager ist der unbehaarte, runde Schwanz. Letztes Jahr schoss ein Jäger am Klingnauer Stausee ein Nutria. Das ist insofern überraschend, als die Biberratte im Aargau offiziell gar nicht vorkommt.

Beim Kanton vermutet man, dass das Tier aus Deutschland oder Frankreich über die Grenze gekommen ist. In diesen Ländern habe man früher Nutrias auf Pelzzuchtfarmen gehalten, erklärt Reto Fischer von der Aargauer Sektion Jagd gegenüber dem Regionalsender Tele M1. "Nach dem Krieg war Pelz nicht mehr so gefragt. Man löste die Zuchten auf und liess die Tiere frei", sagt Fischer.

Der Nutria-Abschuss ist der erste im Aargau. Vor drei Jahren wurde ein Tier im Kanton Solothurn erlegt. Wie viele Tiere in der Region leben, weiss man nicht.

Ursprünglich stammt die Biberratte aus Südamerika. Als nicht-heimisches Tier bedroht es hiesige Arten. Jäger sind verpflichtet, es zu erlegen. "Sie können auch Dämme kaputt machen", sagt Rainer Klöti, Präsident des Aargauischen Jagdschutzvereins. Sie gehörten nicht in unsere Landschaft, seien eine Bedrohung. Darum will man sich darum bemühen, dass sich das Tier nicht weiter ausbreitet. (mwa)

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1