Region
Über 400 Betrugsversuche von falschen Polizisten im Aargau 2018 – nur einer fiel darauf rein

Innerhalb eines Tages gingen bei der Kantonspolizei Aargau mehr als ein Dutzend Meldungen über Betrugsversuche am Telefon ein. Die Betrüger haben es ins Besondere auf Senioren abgesehen. Die Häufung solcher Anrufe ist auffällig.

Stefania Telesca
Merken
Drucken
Teilen
Die falschen Polizisten, die sich nach Wertsachen oder Geld erkundigten, hatten keinen Erfolg. (Symbolbild)

Die falschen Polizisten, die sich nach Wertsachen oder Geld erkundigten, hatten keinen Erfolg. (Symbolbild)

Keystone

Sie haben es vor allem auf Senioren abgesehen: Betrüger, die sich am Telefon als Polizisten ausgeben. Die Anrufer erzählen von Einbrechern, die in der Umgebung verhaftet wurden, stellen Fragen zu Ersparnissen und fordern einen auf, Wertsachen oder Geld aus Sicherheitsgründen einem vermeintlichen Polizisten abzugeben.

Am Mittwoch gingen alleine in Wegenstetten im Fricktal und in Koblenz mehr als ein Dutzend betrügerische Anrufe ein. Ein Hochdeutsch sprechender Mann erkundigte sich nach Wertsachen oder Geld. Ohne Erfolg, wie die Kantonspolizei Aargau schreibt: «Die Angerufenen, welche mehrheitlich Senioren waren, zeigten sich misstrauisch und gaben richtigerweise am Telefon keinerlei Auskunft über ihre finanziellen Verhältnisse.»

Trotzdem ist die Häufung auffällig: Letztes Jahr verzeichnete die Kantonspolizei Aargau mehr als 400 solche betrügerischen Anrufe von falschen Polizisten. Zum Vergleich: schweizweit waren es 2479 Fälle. Damit macht der Kanton Aargau zwar fast einen Fünftel der gemeldeten Fälle aus, jedoch waren die Betrüger nur ein Mal erfolgreich: Sie erbeuteten von einem Aargauer 4000 Franken. Schweizweit betrug die Schadenssumme 2018 rund 3,9 Millionen Franken, wie das Bundesamt für Polizei fedpol auf Anfrage mitteilt.

Ein Grund für die hohe Anzahl Fälle im Kanton Aargau könnte zum einen die Grenznähe zu Deutschland sein, wie Roland Pfister, Kommunikationschef der Kantonspolizei Aargau, sagt: «Das Phänomen ist in Deutschland sehr verbreitet.» Zum anderen seien die Aargauer auch sehr stark sensibilisiert auf Betrugsmaschen und würden solche Anrufe möglicherweise deshalb öfters anzeigen.

Alt klingende Vornamen

Ähnlich wie beim Enkeltrick, bei dem Betrüger sich am Telefon als Verwandte ausgeben, die sich in einer finanziellen Notlage befinden, würden beim Polizeitrick meistens Menschen aus dem öffentlichen Telefonbuch angerufen, deren Vornamen «alt» klingen.

So schützen Sie sich bei Telefonbetrug

Die Kantonspolizei Aargau empfiehlt:

- Geben Sie unbekannten Personen keine Informationen zu ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen.

- Übergeben Sie niemals Bargeld oder Wertsachen an Unbekannte.

- Prüfen Sie, ob Sie einen Telefonbucheintrag benötigen.

- Melden Sie verdächtige Anrufe sofort der Polizei (Notruf 117).

Dabei seien Elisabeth, Ursula und Erika besonders beliebt. Dies sei am Mittwoch in Wegenstetten und in Koblenz jedoch nicht der Fall gewesen, sagt Pfister.

Notfallnummer auf Display

Eine besonders dreiste Masche: Die Telefonbetrüger können die Telefonnummer über einen Server technisch manipulieren. So erscheint auf dem Display von Telefonen mit Anruferkennung fälschlicherweise entweder eine Nummer mit Schweizer Vorwahl, deren letzte drei Ziffern 117 lauten, oder sogar die Notfallnummer 117 der Polizei. «Die Polizei wird Sie niemals über die Notfallnummer kontaktieren», sagt Roland Pfister.

Die Betrüger würden bewusst den Vertrauensstatus der Polizei missbrauchen, sagt Pfister: «Oftmals behauptet der Anrufer, Kommissar zu sein.» So könne es vorkommen, dass die Opfer einen dubiosen Anruf nicht hinterfragen.

Wer einen solchen Anruf erhält, sollte auf keinen Fall persönliche Daten, Finanzinformationen oder Passwortangaben an vermeintliche Behörden geben, die einen unaufgefordert anrufen, schreibt die Fachstelle für Schweizerische Kriminalprävention in ihrem Flyer «Bei Anruf ... Betrug!» Ausserdem sollte man die echte Polizei darüber informieren.

Aktuelle Polizeibilder vom Februar 2019:

Allschwil BL, 28. Februar: Ein Autofahrer krachte in ein 6er-Tram. Beim Unfall wurde niemand verletzt.
55 Bilder
Sissach BL, 28. Februar: Eine 55-Jährige verlor die Kontrolle über ihren Wagen und rasselte eine Böschung hinab. Sie und ihr Beifahrer wurden leicht verletzt.
A2 bei Hägendorf SO, 28.Februar: Ein Autoanhänger kippte auf die Seite. Der Lenker zog sich leichte Verletzungen zu. Die Autobahn A2 in Richtung Luzern war mehrere Stunden gesperrt.
Lohn GR, 28. Februar: Im Viamala-Tunnel auf der A13 ist ein Lieferwagen mit einem Wohnmobil zusammengestossen. Die Fahrerin des Wohnmobils wurde beim Unfall eingeklemmt und leicht verletzt.
Gretzenbach SO, 26. Februar: Automobilist weicht entgegenkommendem Kleinwagen aus und prallt in Baum. Der Verunfallte zog sich leichte Verletzungen zu. Der Lenker des Kleinwagens fährt ohne Hilfeleistung weiter.
Gretzenbach SO, 26. Februar: Automobilist weicht entgegenkommendem Kleinwagen aus und prallt in Baum. Der Verunfallte zog sich leichte Verletzungen zu. Der Lenker des Kleinwagens fährt ohne Hilfeleistung weiter.
Gretzenbach SO, 26. Februar: Automobilist weicht entgegenkommendem Kleinwagen aus und prallt in Baum. Der Verunfallte zog sich leichte Verletzungen zu. Der Lenker des Kleinwagens fährt ohne Hilfeleistung weiter.
Zeiningen AG, 25. Februar: Ein Lastwagen kippte in eine Kiesgrube. Der 75-jährige Fahrer wurde aus der Kabine geschleudert und erlitt schwere Kopfverletzungen.
Villmergen AG, 25. Februar: Das Restaurant «Mi Casa Loca» ging aus noch unbekannten Gründen in Flammen auf. Verletzte gab es keine.
Villmergen AG, 25. Februar: Das Feuer zerstörte das Lokal komplett. Dieses war zum Zeitpunkt geschlossen.
Villmergen AG, 25. Februar: Der entstandene Schaden kann noch nicht beziffert werden.
Hägendorf SO, 24. Februar: Bei einem Motorrad-Selbstunfall auf der Allerheiligenstrasse in Hägendorf zogen sich sowohl der Lenker, wie auch seine Mitfahrerin mittelschwere Verletzungen zu. Beide mussten mit einer Ambulanz in ein Spital gebracht werden.
Wädenswil ZH, 25. Februar: Um 00.30 Uhr gingen bei der Polizei mehrere Meldungen über ein brennendes Gebäude ein. Es handelte sich um eine Holzbaracke auf einer Reitanlage, die komplett niederbrannte. Es entstand ein Sachschaden von über 100'000 Franken – die Brandursache ist noch unklar.
Hüntwangen ZH, 23. Februar: Ein 36-jähriger Autolenker fuhr ohne äussere Einwirkung an den linken Strassenrand der Bergstrasse und kollidierte dort leicht mit dem Wiesenbord. Er verstarb noch auf der Unfallstelle – bei seinem Tod steht ein medizinisches Problem im Vordergrund.
Zug, 23. Februar: Eine 76-jährige Autolenkerin ist in einer privaten Sammelgarage schwer verunfallt. Nach der Einfahrt prallte sie heftig in eine Betonwand. Mit lebensbedrohlichen Verletzungen wurde sie ins Spital gebracht.
Schönenbuch BL, 23. Februar: Kurz vor 3.30 Uhr, hat eine unbekannte Täterschaft einen Bankomat an der Neuweilerstrasse in Schönenbuch BL gesprengt. Verletzt wurde niemand. Es entstand grosser Sachschaden. Die Höhe der Beute steht noch nicht fest. Die Täter konnten flüchten.
Roveredo im Misox GR, 23. Februar: Bei einem Selbstunfall mit Überschlag sind zwei Insassen eines Autos verletzt worden. Dem Fahrer (27) wurde nach einer positiv ausgefallenen Atemalkoholprobe der Führerschein abgenommen.
Wolfwil, 22. Februar: Ein 74-jähriger E-Bike-Lenker kollidierte mit einem Fahrzeug und musste anschliessend mit der REGA ins Spital geflogen werden.
Bern, 21. Februar: Bei einer Kettenkollision von vier Fahrzeugen auf der Autobahn A1 bei Bern sind am frühen Donnerstagmorgen sechs Personen leicht verletzt worden. Nach dem Unfall kam es in beiden Fahrtrichtungen zu langen Staus.
Wohlenschwil, 20. Februar: Eine Persone wurde bei einem Auffahrunfall zwischen drei Autos verletzt. Ein VW-Fahrer hielt vor einem Fussgängerstreifen an, dahinter hielt ein Fiat an, aber der Toyota hinter diesem prallte in dessen Heck.
20. Februar, Schaan/Liechtenstein: Ein Schwelbrand in einer Deponie entwickelt viel Rauch, aber keinen Sachschaden. Entzündet hatte sich ein grosser Stroh- und Grünabfallhaufen, aus noch unbekannten Gründen.
Jonen, 19. Februar: Ein alkoholisierter Autofahrer prallte gegen ein Brückengeländer. Der 71-jährige Unfallfahrer blieb dabei unverletzt. Die Kantonspolizei nahm ihm den Führerausweis umgehend ab.
Basel, 19. Februar: Gemäss Aussagen beider Fahrerinnen, habe die Ampel jeweils für sie grün gezeigt. Infolge kollidierten die beiden Autos.
Reinach BL, 19. Februar: Als ein Autofahrer wegen eines Linienbusses bis zum Stillstand bremst, knallt es: Der Autofahrer dahinter übersah das Bremsmanöver, sein Fahrzeug prallte ungebremst auf das vordere Auto auf. Verletzt wurde niemand.
Seuzach ZH, 19. Februar: Bei einem Verkehrsunfall ist ein Motorradfahrer ums Leben gekommen. Der 28-jährige Mann fuhr über eine Mittelinsel und kollidierte mit zwei Schutzpfosten sowie einem Baum.
Oberentfelden AG, 19. Februar: Ein Lieferwagenfahrer kam von der Fahrbahn ab und verursachte einen Selbstunfall.
Oberentfelden AG, 19. Februar: Der 34-jährige Unfallfahrer, der unter Alkoholeinfluss fuhr, blieb unverletzt.
Oberentfelden AG, 19. Februar: Am Wagen entstand Totalschaden.
Giebenach BL, 18. Februar: Ein 86-Jähriger verursacht einen Unfall, sechs Personen verletzt.
Oberentfelden AG, 18. Februar: Der Verkehr auf der Autobahn A1 in Richtung Zürich staute sich am Montagnachmittag. Der Grund dafür war ein Fahrzeugbrand an einem Renault.
Oberentfelden AG, 18. Februar: Die Automobilistin konnte den Wagen auf den Pannenstreifen lenken und unverletzt verlassen.
Oberentfelden AG, 18. Februar: Der Sachschaden an Auto und Fahrbahnbelag beläuft sich auf schätzungsweise rund 50'000 Franken.
Lausen BL, 17. Februar: Ein Junglenker verunfallte beim Versuch einem Tier auszuweichen. Der Fahrer blieb unverletzt.
Münchenstein BL, 16. Februar: Eine 72-Jährige Autofahrerin kommt von der Strasse ab und bleibt im Steinbeet stehen.
Villigen AG, 15. Februar: Ein 25-jährige Motorradfahrer wollte einen Lastwagen überholen und führ dabei frontal in ein entgegenkommendes Auto. Er wurde schwer verletzt.
Frick AG, 15. Februar: Ein Langholz-Transporter kommt von der Strasse ab und versinkt im weichen Untergrund.
Niederbuchsiten SO, 13.Februar: Bei einem Brand in einer Garage wurde ein Auto stark beschädigt
Altstätten SG, 13. Februar: In der Nacht kam ein 22-Jähriger von der Strasse ab und rutschte mit dem Auto rund 30 Meter eine Böschung hinunter. Der Verletzte musste eineinhalb Stunden auf Hilfe warten.
Kienberg SO, 10. Februar: Ein Mofalenker wird bei einem Selbstunfall schwer verletzt und mit der Rega ins Spital gebracht. Der 67-Jährige stirbt später im Spital.
Basel, 9. Februar: Ein Autofahrer prallte aus noch ungeklärten Gründen auf der A2 Höhe Stücki-Areal in einen Abpralldämpfer. Niemand wurde verletzt, aber das zerstörte Auto blockierte für zwei Stunden beide Fahrspuren. Ein Atemalkoholtest ergab beim Lenker einen Wert von 0,0 mg/L.
Kaisten AG, 7. Februar: Eine Automobilistin kommt von der Strasse ab und stösst mit einem Baum zusammen.
Bürenstich SG, auf der A1: Drei Unfälle mit zehn beteiligten Fahrzeugen. Eine Beifahrerin stirbt.
Schinznach AG, 7. Februar: In der Bäckerei Lehmann in Schinznach-Dorf ist kurz nach 2 Uhr ein Glimmbrand ausgebrochen, der einen Grosseinsatz Feuerwehreinsatz auslöste. Verletzt wurde niemand, der Schaden ist aber erheblich.
Suhr AG, 6. Februar: Ein Lieferwagen stiess kurz vor 17 Uhr auf der A1 bei Suhr mit einem Auto zusammen. Verletzt wurde niemand. Es entstand beträchtlicher Schaden. Als Unfallursache wird ein technische Defekt vermutet. Im Feierabendverkehr bildete sich Rückstau.
Rheinfelden AG, 4. Februar: Ein Saab gerät von der Fahrbahn ab und fliegt rund 30 Meter durch die Luft.
Rheinfelden AG, 4. Februar: Der Unfallfahrer, ein 54-jähriger Deutscher, zog sich beim Unfall schwere Rücken- und Brustverletzungen zu.
Schlieren ZH, 4. Feburar: Ein Brand in der oberen Etage eines Mehrfamilienhaus verursachte einen Sachschaden von rund 100'000 Franken. Die Liegenschaft ist vorerst nicht mehr bewohnbar.
Diepoldsau SG, 3. Februar: Aufgrund winterlicher Verhältnisse musste die Polizei in der Ostschweiz wegen 13 Unfällen ausrücken. Eine Person wurde leicht verletzt.
Diepoldsau SG, 3. Februar: Aufgrund winterlicher Verhältnisse musste die Polizei in der Ostschweiz wegen 13 Unfällen ausrücken. Eine Person wurde leicht verletzt.
Buchs AG, 3. Februar: Eine Kosovarin prallte am 3. Februar mit ihrem VW in einen Baum.
Buchs AG, 3. Februar: Die 48-jährige Automobilistin blieb beim Unfall unverletzt.
Buchs AG, 3. Februar: Am Unfallwagen entstand Totalschaden.
A3/Wollerau SZ, 3. Februar: Bei einem Verkehrsunfall auf der A3 bei Wollerau sind ein Autofahrer und zwei Pferde getötet worden. Die Tiere liefen frei auf der Fahrbahn herum.
Belchentunnel, 2. Februar: Zwei Autos kollidierten, danach gab es eine Auffahrkollision mit vier Fahrzeugen. Eine Person wurde verletzt.
Wegenstetten AG, 2. Februar: Ein Autofahrer gerät von der Strasse. Das Fahrzeug überschlägt sich mehrmals und bleibt in einem Bachbett liegen.

Allschwil BL, 28. Februar: Ein Autofahrer krachte in ein 6er-Tram. Beim Unfall wurde niemand verletzt.

Polizei BL