Snus

Trotz Verkaufsstopp vom Bund: Im Aargau kann man weiterhin Snus kaufen

Trotz Verkaufsstopp: Aargauer müssen nicht auf Snus verzichten

Trotz Verkaufsstopp: Aargauer müssen nicht auf Snus verzichten

Vor rund zwei Wochen hat das Bundesamt für Gesundheit einen sofortigen Verkaufsstopp für Snus verhängt. Doch die bekannten Anbieter im Aargau wie etwa «k kiosk» haben das boomende Tabakprodukt weiterhin im Sortiment.

Der Aufschrei der Snus-Freunde war gross, als das Bundesamt für Gesundheit (BAG) vor rund zwei Wochen einen sofortigen Verkaufstopp für das umstrittene Tabakprodukt verhängte. Politiker von links und rechts echauffierten sich öffentlich über den Entscheid des Bundes. 

So auch SVP-Nationalrat Lukas Reimann aus St. Gallen, der den Mundtabak selber konsumiert. Die Nachricht habe ihn gleichermassen «geschockt wie enttäuscht». Der Ständerat habe sich klar für die Legalisierung ausgesprochen, sagte Reimann vor zwei Wochen.

Snus ist im Trend

Wer dachte, dass der Snus nach der Weisung des Bundes aus den Regalen verschwindet, wurde in den vergangenen Tagen eines besseren belehrt. Im Kanton Aargau kann man Snus weiterhin an Kiosken, Tankstellen und Supermärkten kaufen. Hält man sich etwa nicht ans Gesetz?

«Nein, das BAG hat zwar eine Weisung erlassen», sagt Mladen Tomic, Mediensprecher von Valora Schweiz. Aber solange die Kantone keine Verfügung verordnen, kann «k kiosk» und Co. weiterhin Snus, bzw. Kautabak verkaufen. «Die Kundennachfrage nach Kautabak ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Daher erstaunt uns, dass hier ein etablierter Markt beschnitten wird», sagt Tomic. 

Wenn der Kanton Aargau eine Verfügung erlässt, werde man sich selbstverständlich an das Gesetz halten, sagt Tomic. Grosse finanzielle Einbussen müsste man bei «k kiosk» nicht befürchten, weil der Verkauf von Snus nur ein sehr kleiner Teil des gesamten Tabakverkaufs ausmacht.

So sieht Snus, bzw. Mundtabak, aus.

So sieht Snus, bzw. Mundtabak, aus.

Kanton will Import unterbinden

Wann der Kanton die Weisung des Bundes umsetzt, ist offen. Balz Bruder, Sprecher des Departements Gesundheit und Soziales, sagt: «Für den Kanton geht es zuerst einmal darum, den Import zu unterbinden. Dafür sind die Zollbehörden zuständig.» 

Wenn dies letzlich gelungen ist, wolle man die Weisung des Bundes stichprobenartig vollziehen. Das kann aber noch dauern - die Snus-Freunde wirds freuen.

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