Hochwassergefahr

Trotz heftigem Regen und steigender Seepegel – Reuss, Aare und Limmat stellen im Aargau keine Gefahr dar

Der Wasserspiegel vieler Schweizer Gewässer ist seit Montagabend gestiegen. Beim Aargauer Pikettdienst für Hochwasser ist man dennoch unbesorgt.

In der Nacht auf Dienstag sorgten starke Gewitter im Nordtessin, im Graubünden und im Oberwallis für Aufregung. Meteoschweiz erhöhte für Gamsen VS die Unwetterwarnstufe auf Orange, in der Region Chur wurde sogar ein Unwetter der Stufe Rot registriert.

Der TCS Verkehr teilte auf Twitter mit, dass die A2 am Gotthard wegen Hochwasser gesperrt wurde und an einigen Strassen Geröll den Verkehr behindere. Lokal fielen im Tessin über 150 Liter Regen pro Quadratmeter. 

Dadurch stieg der Wasserspiegel der meisten grossen Alpenflüsse, von denen Reuss, Limmat, Aare und Rhein durch den Aargau fliessen. Laut Silvio Moser vom Aargauer Pikettdienst für Hochwasser sollte die Situation jedoch nicht kritisch werden. "Zwar verzeichnen die Gewässer höhere Durchflüsse als sonst, aber der Niederschlag ist bereits rückgängig. Der Zufluss in den grossen Seen wie dem Vierwaldstättersee ist abnehmend. Im Verlauf des Tages wird er sich ausgleichen und sinken", sagt Moser. Die Behörden würden aber die Situation weiterhin beobachten.

Auch beim Flusskraftwerk Bremgarten macht man sich um Hochwasser kaum Sorgen. Louis Lutz, Leiter des Regionalzentrums der AEW Energie in Bremgarten, erwartet heute zwar Spitzenwerte: "Der Durchfluss ist hoch, aber nicht vergleichbar mit anderen Jahren." Beim Flusswerk an der Reuss erwartet er heute eine Wassermenge von knapp 400 Kubikmeter pro Sekunde. "Das ist aber nicht kritisch: bei extremen Hochwasser sind diese Werte doppelt so hoch."

Video zur Schlammlawine und der reissenden Reuss: 

Schlammlawine und reissende Reuss

Im Kanton Uri ging wegen der starken Regenfälle eine Schlammlawine nieder. Und auch der Pegel der Reuss schwoll gefährlich an.

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