Der Gemeindeammann reagierte am Montag «konsterniert», aber wenig überrascht auf den Entscheid des Kantonalen Sozialdienstes. «Der Kanton hatte ja bereits angekündigt, trotz unseres Widerstandes bald Asylbewerber unterzubringen.» Der Gemeinderat werde nun diskutieren, wie man reagieren werde.

Am Montagabend hat der Gemeinderat nun an seiner regulären Sitzung den bevorstehenden Bezug der Asylunterkunft diskutiert. Ein konkreter Entscheid sei nicht gefallen. «Wir haben das Vorgehen des Kantons zur Kenntnis nehmen müssen», sagt Ammann Hans-Ulrich Schär gegenüber der az. «An unserem Widerstand ändert das jedoch nichts.»

Kanton belegt Asylunterkunft Aarburg

Kanton belegt Asylunterkunft Aarburg

Departement Hochuli greift durch

Am Montag hatte das Departement von Susanne Hochuli Nägel mit Köpfen gemacht und mitgeteilt, dass der Kantonale Sozialdienst wegen des Asyldrucks in den nächsten Tagen die ersten von 90 Asylsuchenden in der Lindengutstrasse 5 + 7 in Aarburg einquartieren wird  – trotz Widerstand von Anwohnern und Gemeinderat. Der Aarburger Gemeinderat kämpft derzeit mit einer Beschwerde vor Verwaltungsgericht gegen den Einzug der Asylbewerber.

Laut dem Kantonalen Sozialdienst steht dem Bezug der 14 Wohnungen trotz dieser Beschwerde nichts im Wege. Denn das Departement für Bau, Verkehr und Umwelt habe das vom Aarburger Gemeinderat verfügte Nutzungsverbot per superprovisorischer Verfügung aufgehoben und der Beschwerde des Sozialdienstes die aufschiebende Wirkung gewährt. (pi)