Coronavirus

Trotz angespannter Lage im Aargauer Gesundheitswesen: Regierungsrat hält an Schutzmassnahmen fest

Würden die Hospitalisationszahlen weiter steigen, drohe nach wie vor eine Überlastungssituation der Spitäler. (Im Bild eine Demo-Koje mit einem Dummy)

Würden die Hospitalisationszahlen weiter steigen, drohe nach wie vor eine Überlastungssituation der Spitäler. (Im Bild eine Demo-Koje mit einem Dummy)

An den Massnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus wird im Aargau vorerst nichts geändert. Der Regierungsrat setzt sich dafür ein, dass von Schliessung betroffene Unternehmen finanzielle Unterstützung zur Deckung ihrer Fixkosten erhalten.

Der Kanton Aargau ging am 18. Dezember 2020 mit seinen Massnahmen weiter als vom Bundesrat verlangt. Im Moment sind weder eine Lockerung noch eine Verschärfung geplant, wie der Regierungsrat in einer Medienmitteilung schreibt.

Die Entwicklung der Fallzahlen und des Reproduktionswerts würden darauf hindeuten, dass die Massnahmen Wirkung zeigen. Wobei anzumerken sei, dass sich über die Weihnachtstage im Aargau deutlich weniger Personen testen liessen. Der Reproduktionswert sei seit dem 19. Dezember von 1,13 auf aktuell 0,89 gesunken.

Trotz der Entwicklung sei die Lage, besonders im Gesundheitswesen, weiterhin angespannt. Der Regierungsrat schreibt weiter, dass die Spitalkapazitäten im kantonalen Gesundheitswesen beinahe ausgeschöpft sind. Würden die Hospitalisationszahlen weiter steigen, drohe nach wie vor eine Überlastungssituation der Spitäler. 

Finanzierung über Bundesratsreserve

Anfang Dezember hatte der Regierungsrat ein weiteres Unterstützungspaket für Unternehmen beschlossen und dieses am 23. Dezember unter anderem durch Lockerung der Anspruchsvoraussetzungen für kantonale Härtefallmassnahmen erweitert. Doch die bisherigen Instrumente würden nicht genügen, um die wirtschaftlichen Folgen der neuen staatlichen Anordnungen abdämpfen zu können.

Der Aargauer Regierungsrat setze sich in einer Vernehmlassung des Bundes zum «Covid-19-Januarpaket» dafür ein, dass an von Schliessungen betroffene Unternehmen künftig auch Fixkosten-Abgeltungen ausgerichtet werden können. Er begrüsse den vom Bund zur Diskussion gestellte Vorschlag, eine solche Finanzierung über die Bundesratsreserve zu tätigen.

Contact-Tracing-Center ergreift zusätzliche Massnahmen

Auch die Senkung des Umsatzrückganges zur Beanspruchung von Härtefallmassnahmen von 40 auf 25 Prozent auf nationaler Ebene erhalte Unterstützung. Für eine rasche Neuauflage der Covid-19-Solidarbürgschaften für besonders betroffene Branchen sehe der Regierungsrat keine Notwendigkeit.

Das Contact-Tracing-Center würde zudem zusätzliche Massnahmen ergreifen, um die neue Variante des Coronavirus zu identifizieren und die Verbreitung soweit möglich zu verhindert oder zu verlangsamen. Dazu gehöre das Testen der gefährdeten Personen, sowie die Genotypisierung bei positiven Tests, um herauszufinden, ob es sich um eine Mutationsvariante handelt.

Im Anschluss appelliert Landammann Markus Dieth zum Jahreswechsel an den Zusammenhalt der Bevölkerung. Gefragt sei jetzt auch Verständnis, Vertrauen und Zuversicht. (wue)

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