Heftiges Unwetter
Trinkwasser in Tägerig verschmutzt, Warnung an die Bevölkerung

Beim Unwetter vom Donnerstag Abend floss Schmutzwasser im Quellgebiet ins Reservoir. Mit Lautsprechern und Flugblättern warnte die Gemeinde die Bevölkerung: Das Trinkwasser darf nicht genossen werden, bis die Entwarnung kommt.

Hans Lüthi
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Warnung in Tägerig: Auch wenn das Wasser optisch einwandfrei aussieht, darf es bis auf Widerruf nicht getrunken werden.

Warnung in Tägerig: Auch wenn das Wasser optisch einwandfrei aussieht, darf es bis auf Widerruf nicht getrunken werden.

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Bei den starken Gewitterregen am Donnerstagabend trat in Tägerig der Dorfbach über die Ufer, weshalb das Bauamt und die Feuerwehr unterwegs waren. Dabei stellten sie auch fest, dass das Reservoir oberhalb von Tägerig mit Schmutzwasser verunreinigt war.

In der ersten Phase wurde das Trinkwasser am späten Abend abgestellt. «Via Internet und mit Flugblättern haben wir die Bevölkerung schon in der Nacht informiert, dass das Trinkwasser nicht geniessbar ist», sagt Gemeindeschreiber Rolf Meier.

Am Morgen «fuhren wir mit dem Feuerwehrauto durch das Dorf und haben die Bevölkerung per Megafon aufgerufen, das Flugblatt in den Briefkästen zu beachten».

Weil das Wasser nicht überall sichtbar verschmutzt ist, warnt die Gemeinde die Bevölkerung, auch wenn es optisch sauber aus den Hahnen fliesst: «Leitungswasser nicht trinken und nicht zum Zähneputzen verwenden.» Auch zum Salatwaschen, zum Füllen der Schoppen oder zum Reinigen von Gefässen oder Milchgeschirr darf es nicht benützt werden.

Wie lange das Verbot gilt, ist im Moment offen. «Es könnte bis Anfang nächster Woche dauern», meint Rolf Meier. Erst wenn das Amt für Verbraucherschutz des Kantons grünes Licht gibt, kommt die Entwarnung. Erlaubt ist das Abkochen des Leitungswassers, die Geschirrspüler dürfen nur über 72 Grad laufen gelassen werden, die Boiler sind auf die höchste Temperatur einzustellen.

Das Reservoir ist schon wieder gereinigt und konnte dank dem Verbund mit Mellingen mit sauberen Trinkwasser gefüllt werden. «Das Problem sind die Leitungen, die könnten noch längere Zeit verschmutzt sein», erklärt Meier. Darum könne es durchaus Anfang nächste Woche werden, bis die Bevölkerung das Wasser wieder trinken kann. «Dieser Aufruf gilt bis zum Widerruf durch die Wasserversorgung oder die Gemeinde», steht auf dem Flugblatt.

Die Gemeinde rät zum Konsum von Mineralwasser. Wenn jemand das nicht selber beschaffen kann, «haben wir auf der Kanzlei einen Vorrat angelegt», so Meier.

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