Strassenverkehrsamt AG

Trennung für immer? Wer eine Autonummer abgibt, muss sich entscheiden

Dank der neuen Regelung ist jetzt gleich zu Beginn klar, welche Nummernschilder wo gelagert werden müssen. (Symbolbild)

Dank der neuen Regelung ist jetzt gleich zu Beginn klar, welche Nummernschilder wo gelagert werden müssen. (Symbolbild)

Jedes Jahr werden rund 30000 Autonummern beim Strassenverkehrsamt Schafisheim deponiert. Die Bewirtschaftung dieser Schilder war bisher sehr aufwendig, doch nun wird alles einfacher.

Wer dem Kanton Aargau den Rücken kehrt oder für seine Motofahrzeuge keine Verwendung mehr hat, gibt sein Nummernschild beim Strassenverkehrsamt ab und muss damit auch keine Motorfahrzeugsteuer mehr bezahlen. Wird das Schild innerhalb eines Jahres nicht wieder abgeholt, wird sie rezykliert.

So werden jedes Jahr rund 30000 Schilder beim Strassenverkehrsamt eingelagert, erklärt dessen Leiter, Johannes Baer, gegenüber Radio Argovia. Diese abgegebenen Schilder stellten bisher für die Mitarbeiter des Strassenverkehrsamts eine riesige «Büez» dar. Nur gerade 20 Prozent aller Nummern werden innerhalb der Frist wieder zurückverlangt. Die anderen 80 Prozent mussten von den Angestellten mühsam aus den Ablagefächern herausgelesen werden, damit sie zerstört werden konnten.

Dieses aufwendige Prozedere sei bei einer Leistungsanalyse der Kantonsverwaltung schlecht weggekommen, berichtet Radio Argovia weiter. Das Strassenverkehrsamt hat auf die Kritik reagiert und die Arbeitsabläufe mit einer simplen Massnahme einfacher gemacht:

Seit dem 1. Januar muss beim Abgeben der Kontrollschilder angegeben werden, ob man es wieder zurückhaben will. So ist schon von Anfang klar, was mit den Schildern geschehen wird. Seit der Einführung dieser Massnahme gibt es im Strassenverkehrsamt zwei Stapel für die abgegebenen Nummern: eine für die Schilder, die wieder zurückverlangt werden und eine zweite für alle, die nach einem Jahr zerschrottet werden.

Laut Johannes Bär funktioniert das neue System gut: «Wir stellen fest, dass es gut umgesetzt wird. Rund 50 Prozent der Schilder, die um den Jahreswechsel abgegeben wurden, sind mit einem roten Punkt versehen. Diese wurden von Personen abgegeben, die ganz klar sagen, dass sie die Nummer wieder abholen werden.» Bei den anderen 50 Prozent ist jetzt schon im Vornherein klar, dass diese nicht mehr abgeholt werden. (jgl)

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