Peter Schiller ist in diesen Tagen ein gefragter Mann. Beim Abteilungsleiter der Aargauer Gebäudeversicherung (AGV) laufen die Fäden nach dem Unwetter vom Samstagnachmittag im Raum Zofingen und Montagabend im oberen Freiamt zusammen. Weit über 3000 Schadensmeldungen haben ihn bislang aus dem Kanton erreicht, ein trauriger Rekord. «Noch immer erhalten wir neue Meldungen, doch die Intensität lässt nach», sagt er am Mittwochmorgen auf Anfrage.

Mit etwas zeitlichem Abstand zu den Unwettern fügt sich für Peter Schiller aus den vielen Einzelstücken so langsam ein Gesamtbild zusammen. Rund 60 Prozent der Meldungen würden Wasserschäden betreffen, 30 Prozent der Schäden seien auf Hagel zurückzuführen, für 10 Prozent sei der Sturm verantwortlich, so Schiller.

Bei den Kosten hält sich Schiller noch zurück. Als Faustregel gilt: Schäden wegen Überschwemmung würden etwa zehn Mal so viel kosten wie Sturmschäden.

Seit Tagen kursiert die Schadenssumme von über 100 Millionen Franken. Sie bleibt bislang eine reine Schätzung. Schiller sagt dazu: Sie könnte sich bewahrheiten, wenn man Gebäudeschäden, Hausratschäden und Verluste wegen Betriebsunterbrüchen zusammenzähle. Alleine für seinen Bereich, die Gebäude, sei eine dreistellig Millionensumme wenig wahrscheinlich. Doch demnächst wisse er Genaueres.

"Talk Täglich"-Ausschnitte zum Unwetter im Aargau

"Talk Täglich"-Ausschnitte zum Unwetter im Aargau

Peter Ruch, Feuerwehrkommandant Zofingen, Peter Schiller, AGV-Abteilungsleiter und Peter Wick von Meteonews analyiseren das Unwetter in der Region Zofingen.