Aargauer Unternehmenspreis

Transportfirma Bertschi AG ist der grosse Gewinner – diese Unternehmer sahnten sonst noch ab

Von 170 Anmeldungen für den diesjährigen Aargauer Unternehmenspreis machten schliesslich drei Firmen das Rennen. Bei den Grossfirmen wurde das Transportunternehmen Bertschi AG aus Dürrenäsch ausgezeichnet.

Leidenschaft, Mut, Visionen und Überzeugungskraft. «Diese Eigenschaften braucht ein Unternehmen nebst den fachlichen und handwerklichen Kompetenzen, um erfolgreich zu sein», sagte Dieter Widmer, Direktionspräsident der Aargauischen Kantonalbank (AKB), bei seiner Ansprache an der Preisverleihung des Aargauer Unternehmenspreises. Mehr als 600 Gäste hatten sich am Donnerstagabend auf Einladung der AKB und des Aargauischen Gewerbeverbands (AGV) im Campussaal Brugg-Windisch eingefunden.  

Bereits zum 13. Mal wurde der Aargauer Unternehmenspreis vergeben. 170 Klein- und Mittelunternehmen waren dieses Jahr im Rennen um die Auszeichnung. «Das ist ein neuer Rekord», hielt Widmer fest. In einem mehrstufigen Auswahlverfahren schafften es neun Unternehmen ins Finale. Diese wurden neu anhand der Mitarbeiteranzahl in drei Kategorien unterteilt: Kleinunternehmen bis 20 Mitarbeitende, Mittelgrosse bis 100 Mitarbeitende und grosse Unternehmen darüber.

Aargauer Unternehmenspreis für Bertschi AG

Aargauer Unternehmenspreis für Bertschi AG

Mit Mut, Bescheidenheit und klaren strategischen Entscheidungen überzeugte die Dürrenäscher Firma die Jury.

Der Wirtschaftsraum Aargau sei nach wie vor in robuster Verfassung, «auch wenn sich eine Abschwächung der Wachstumsdynamik abzeichnet», so Widmer. Diese sei bedingt durch eine deutliche Konjunkturabschwächung in Deutschland. Der 2018 von der AKB lancierte Aargauer Konjunktur-Barometer stehe aktuell mit 94,2 Punkten unter dem langfristigen Mittel. «Trotz vielen positiven Indikatoren reduzieren wir unsere Wachstumsprognose 2019 für den Aargau auf bescheidene 1,1 Prozent reales BIP-Wachstum.»

Die Aargauer Wirtschaft zeige sich in sehr guter Form, hielt Dieter Widmer trotzdem erfreut fest. Das habe sich deutlich gezeigt, als die Jury die eingereichten Dossiers für den Unternehmenspreis geprüft hat. «Die Preise, die wir gemeinsam mit dem AGV vergeben, sind eine Anerkennung für herausragende Unternehmerinnen und Unternehmer, die mit ihren Leistungen und Ideen die Wirtschaft unserer Region prägen», sagte Widmer. Bei der Beurteilung seien nicht nur Zahlen und Statistiken wichtig gewesen, sondern auch entscheidende Kriterien wie die Kundenorientierung, die Qualität der Mitarbeitenden und die langfristige Ausrichtung der Unternehmen.

Zum ersten Mal wurde bei der diesjährigen Preisverleihung ein Public Voting für die Kategorie der Kleinunternehmen eingeführt. 1700 Personen haben daran teilgenommen. SRF-3-Moderatorin Judith Wernli stellte die Finalisten für den Unternehmenspreis vor. In der Kategorie Kleinunternehmen siegte die Maler Pratter AG aus Merenschwand, in der Kategorie mittelgrosse Unternehmen die Firma Killer Interior AG aus Lupfig und in der Kategorie Grossunternehmen gewann der Chemielogistiker Bertschi AG aus Dürrenäsch den ersten Preis.

Die Aargauer Firma war in den letzten Jahren dank ihres Wachstums besonders aufgefallen: Allein 2018 erwirtschaftete sie einen Rekordumsatz von 960 Millionen Franken. Das sei das Ergebnis von Mut, Bescheidenheit und klaren strategischen Entscheidungen, lobt Widmer.

Keine Verlierer unter Finalisten

Die drei Siegerfirmen erhielten ein Preisgeld von je 7000 Franken, die beiden zweitplatzierten in jeder Kategorie je 3000 Franken. Drittplatzierte gab es keine. Zudem erhielten alle neun Finalisten ein Filmporträt über ihr Unternehmen zur eigenen Nutzung.

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