Flugzeugabsturz Birrfeld
Tragischer Absturz ist nicht der erste tödliche Unfall mit einem Eigenbau-Flugzeug im Aargau

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Kleinflugzeug stürzt bei Kölliken auf Auto - zwei Schwerverletzte
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Vor dem Absturz kollidierte das Kleinflugzeug mit diesem Personenwagen, der auf dem Dach landete.
Zahlreiche Rettungskräfte waren wenig später auf der Unfallstelle.
Augenzeugen beobachteten eine Rauchsäule.
Der 70-jährige Pilot erlag im Spital seinen Verletzungen.
Der Pilot war in Grenchen SO gestartet, bekam Probleme und wollte notlanden.
Doch sein Kleinflugzeug verlor an Höhe und touchierte die Leitplanken auf der Strasse.
Dabei erfasste das Flugzeug das Auto.
Die Feuerwehr löschte das brennende Flugzeug.
Das Flugzeug stürzte auf eine Wiese in der Aargauer Gemeinde Muhen ab. Die Kollision mit dem Auto geschah auf dem Boden von Kölliken, danach stürzte das Flugzeug auf eine Wiese einige Meter weiter auf Gemeindeboden von Muhen ab.

Kleinflugzeug stürzt bei Kölliken auf Auto - zwei Schwerverletzte

Tele M1 Zuschauerreporter

Im September 2015 starb ein 70-jähriger Mann, als seine Maschine vom Typ Glasair RG zwischen Muhen und Kölliken abstürzte. Der Besitzer und Pilot hatte das Flugzeug selbst gebaut, während des Fluges geriet offenbar der Motor in Brand. Beim Versuch einer Notlandung stürzte die Maschine kurz vor der Suhrentalstrasse ab, krachte in ein Auto und brannte auf dem Feld neben der Fahrbahn aus.

Ein Retter zog den Piloten aus der Maschine, später erlag dieser im Spital jedoch seinen schweren Verletzungen. Der Schlussbericht der Sicherheits-Untersuchungsstelle liegt auch bald vier Jahre nach dem Unfall noch nicht vor.

Einen detaillierten Schlussbericht gibt es zum Absturz einer Express 2000 ER im Juli 2007 in Basel. Damals kam Pilot Hans-Georg Schmid aus Fischbach-Göslikon, der mit einem anderen Eigenbau-Flugzeug mehrere Rekorde aufgestellt hatte, kurz nach dem Start ums Leben. Schmid wollte in Basel zu einem Flug auf den Spuren von Pionier Charles Lindbergh quer über den Atlantik starten. Mindestens sechs Personen wurden verletzt, als die experimentelle Maschine in einem Wohnquartier aufschlug. Der Bericht des Büros für Flugunfalluntersuchungen ergab, dass das Flugzeug deutlich zu schwer war.

Die Aufsichtsbehörden hatten laut dem Bericht keine Erprobung des Flugzeugs mit der höheren Abflugmasse – 2475 statt der üblichen und getesteten 1700 Kilogramm – verlangt. Da auch die Schwerpunktlage und die verfügbare Leistung falsch kalkuliert worden waren, konnte das Eigenbau-Flugzeug nach dem Abheben weder beschleunigen noch steigen oder eine Kurve fliegen. (fh)