Touch the air
«Touch The Air»-Openair krebst bei Getränke-Reglement zurück

Das Getränkereglement des «Touch the air»-Festivals war für die diesjährige Austragung geändert worden: Besucher durften keine eigenen Getränke mehr mitnehmen. Das führte zu so viel Unmut, dass das Reglement erneut umgestellt wurde.

Adrian Hunziker
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Alles andere als jubeln konnten die Fans des Touch the air Openair über die Getränkeregelung

Alles andere als jubeln konnten die Fans des Touch the air Openair über die Getränkeregelung

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Am Donnerstagnachmittag wurden die Fans des «Touch The Air»-Openair in Wohlen aufgeschreckt. «20 Minuten online» vermeldete, dass während des Festivals vom 21. bis 24. Juni weder auf dem Hauptgelände noch auf dem Zeltplatz eigene Getränke - nicht einmal Wasser - mitgenommen werden dürfen.

Dies führte bei den Fans zu Entrüstungen und etlichen negativen Reaktionen. Die Festivalleitung musste zurückkrebsen. «Wir merkten, dass es den Besuchern ein grosses Bedürfnis ist, ihre eigenen Getränke mitzubringen. Also änderten wir das Reglement erneut», erklärt Ferris Bühler, Medienverantwortlicher des Openairs.

Moderate Preise im Shop

Neu darf jeder Besucher zwei Liter nichtalkoholische Getränke mit auf das Festivalgelände nehmen. «Uns ist klar, dass diese zwei Liter nur symbolischen Charakter haben und nicht weit reichen», sagt Bühler. Deshalb gebe es auf dem Gelände auch Trinkwasserleitungen, die gratis benutzt werden dürfen und zusätzlich gebe es einen Shop. «Dort kosten beispielsweise 1,5 Liter Mineralwasser nur 1.50 Franken.»

Laut Bühler gibt es im Shop aber auch Esswaren und Dosenbier zu kaufen. Ausserdem erhalten die Openair-Besucher Eistee, Milkshakes und Energy-Drinks von den Sponsoring-Partnern geschenkt.

Kein Abzockerfestival

Grund für das schnelle Umdenken bei den Festivalverantwortlichen waren die vielen Abzocker-Anschuldigungen. «Wir sind das Festival mit den tiefsten Preisen. Wir wollten zeigen, dass wir kein Abzocker-Open Air sind», so Bühler.

Ursprünglich hatten die Festivalverantwortlichen das Getränkereglement geändert, um die Eingangskontrollen zu verkürzen und um zu verhindern, dass K.o.-Tropfen in diese gemischt werden. Dazu meint Bühler: «Nun können wir nur an die Eigenverantwortung der Besucher appellieren. Wir können es ja nicht allen recht machen.»