Ständerat
Toni Brunner fordert Kuhhandel: FDP Aargau soll Philipp Müller opfern

SVP-Präsident Toni Brunner schlägt der FDP Aargau einen Kuhhandel vor. Die Aargauer sollen Philipp Müller als Ständeratskandidat zurückziehen. Im Gegenzug würde die Zürcher SVP auf eine Kandidatur von Hans-Ueli Vogt verzichten.

Fabian Hägler
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SVP-Präsident Toni Brunner schlägt der FDP Aargau einen Kuhhandel vor. Die Aargauer sollen Philipp Müller als Ständeratskandidat zurückziehen.

SVP-Präsident Toni Brunner schlägt der FDP Aargau einen Kuhhandel vor. Die Aargauer sollen Philipp Müller als Ständeratskandidat zurückziehen.

Keystone

In einem Interview in der «Neuen Zürcher Zeitung» sagt SVP-Schweiz-Präsident Toni Brunner: «Man sollte in Zürich und im Aargau auf den jeweils besser platzierten Kandidaten aus dem ersten Wahlgang setzen.»

Seine Partei könnte laut Brunner zu folgender Lösung Hand bieten: «Die SVP zieht Hans-Ueli Vogt in Zürich zurück und die FDP im Aargau Philipp Müller.»

Damit würden nach Brunners Ansicht in Zürich die Chancen von Ruedi Noser und im Aargau diejenigen von Hansjörg Knecht stark steigen.

Es sei in beiden Kantonen alles andere als klar, dass die FDP den zweiten Wahlgang gewinnen würde, sagt Brunner. In Zürich und vielleicht auch im Aargau seien noch andere Kandidaten im Spiel, hält der SVP-Präsident fest. «Und im Aargau halte ich Hansjörg Knecht für mehrheitsfähiger als Philipp Müller.»

Hans-Ueli Vogt.

Hans-Ueli Vogt.

LANDBOTE

Jauslin: Rückzug kommt nicht infrage»

FDP-Aargau-Präsident Matthias Jauslin hält gar nichts von einer solchen überkantonalen Absprache. «Wir hatten bisher einen Ständeratssitz, diesen wollen wir mit Philipp Müller verteidigen, ein Rückzug kommt für uns nicht infrage.»

Scheinbar habe Toni Brunner immer noch nicht begriffen, «dass bei der FDP die Kantonalparteien für Nominationen zuständig sind».

Jauslin sagt, er kenne keinen Ständerats-Deal zwischen SVP und FDP und würde einen solchen niemals unterstützen. Er betont: «Wenn ich als Kantonalparteipräsident eine Absprache mache, dann mit Parteien aus dem Aargau.»