Giftköder
Tierschützer setzen Kopfgeld aus für Ergreifung von Giftköder-Legern

Der Tierschutzverein «petfinder.ch» versprechen eine saftige Belohnung, wenn dank Hinweisen Giftköder-Leger erwischt werden. Solchen Gift-Ködern sind wohl schon vier Hunde zum Opfer gefallen.

Daniel Vizentini
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Geld als Anreiz für Hinweise: Wer den mutmasslichen Täter der getöteten Hunde überführt, wird mit einer hohen Summe belohnt.

Geld als Anreiz für Hinweise: Wer den mutmasslichen Täter der getöteten Hunde überführt, wird mit einer hohen Summe belohnt.

Zur Verfügung gestellt

Die mutmasslichen Giftköder-Attacken in Spreitenbach von Anfang Februar, denen vier Hunde zum Opfer gefallen sein sollen, ziehen weiterhin Reaktionen mit sich – und scheinbar auch Nachahmer. Beim Verein für Tiervermittlung und Tierschutz petfinder.ch spricht man jedenfalls von einer «Vergiftungsserie».

Nebst Spreitenbach betreffen die Giftköder-Meldungen die Ortschaften Brugg, Birr, Niederlenz, Lenzburg, Wohlen, Geroldswil und Dällikon. Als Quelle gibt Beat Frei, Vereinspräsident von petfinder.ch, die geschlossene Facebook-Gruppe Gift-Köder-Alarm-Schweiz an. Giftköder-Vermutungen werden jeweils dort publiziert.

Über 3400 Personen sind aktuell Mitglied der Gruppe. Weil sich die Meldungen in den letzten Tagen vermehrt hätten, habe petfinder.ch nun eine Belohnung von 1200 Franken für die Ergreifung der Schuldigen ausgesetzt.

Täter sollen hart bestraft werden

Dieser Anreiz sei nötig, denn gemäss Beat Frei werde bei Giftköder-Attacken kaum jemand zur Rechenschaft gezogen. «Wir wollen, dass mit einer harten Bestrafung des Täters ein Exempel statuiert wird», sagt er.

Giftköder-Meldungen sind in der Schweiz wie im Ausland keine Neuigkeit. Die meisten Hinweise bleiben aber Vermutungen. Vor einer Woche zum Beispiel wurde auf der Internetseite Giftköder-Radar eine Meldung von Cervelat-Stücken mit Rasierklingeln am Kanalweg in Zofingen publiziert, die bis gestern unbestätigt blieb.

Falschmeldungen verhindern

Um einer Giftköder-Hysterie vorzubeugen, werden auf der Facebook-Gruppe Gift-Köder-Alarm-Schweiz seit dem 9. Februar nur noch diejenigen Giftköder-Meldungen stehen gelassen, die abgeklärt wurden. Das heisst: Der genaue Ort, die aufgesuchten Tierärzte und die Polizeistelle, die informiert wurde, müssen angegeben werden. «Wir wollen die Tiere schützen und keine Panikmacherei betreiben», schreibt Administrator Reto Svalduz.

Was den mysteriösen Tod der vier Hunde in Spreitenbach betrifft, steht noch nicht fest, dass sie Opfer von Giftködern wurden. Doch auch wenn das Ergebnis der Obduktion noch nicht vorliegt: «Das schnelle Sterben der Hunde deutet sehr stark auf eine Vergiftung hin», so Beat Frei.

Hier finden sie weitere Informationen zum Aufruf.