Weihnachts-Sammelaktion
Tiefe Dankbarkeit in Ruanda für die grosse Hilfe

Die Spenden, die bei der Weihnachts-Sammelaktion der AZ Medien eintreffen, sind die Haupt­einnahmen des Hilfswerks Margrit Fuchs Ruanda. Aktuell liegen sie bei über 136'000 Franken.

Edgar Zimmermann
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In den Kantinen erhalten die Kinder dreimal in der Woche eine Mahlzeit, werden aber auch mit Kleidern und anderem Nötigen ausgestattet und von freiwilligen Müttern betreut.
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Die Armut auf dem Land ist nach wie vor erschütternd. In solchen und ähnlichen Hütten leben viele Familien.
Armselig wie die völlig verrauchte Hütte ist auch dieses Bett, in welchem zwei Kinder jeweils schlafen.
Vom Hilfswerk betreute Waisenkinder.
Die Zahl der betreuten Waisen- und Strassenkinder wird nächstes Jahr von heute 750 auf 1500 verdoppelt.
Das Hilfswerk ermöglicht über 2000 Kindern dank der Schulgeldzahlung den Schulbesuch.
In Ateliers und Werkstätten können Jugendliche einen Beruf erlernen; im Bild angehende Schneiderinnen.
Kühe werden für die Verteilung an arme Familien angeliefert.

In den Kantinen erhalten die Kinder dreimal in der Woche eine Mahlzeit, werden aber auch mit Kleidern und anderem Nötigen ausgestattet und von freiwilligen Müttern betreut.

Regula Gloor

Am 10. Januar dieses Jahres konnte im Campussaal Brugg-Windisch ein Doppeljubiläum gefeiert werden: 30 Jahre Hilfswerk Margrit Fuchs, 25 Jahre Trägerschaft durch die Leserschaft der AZ-Medien.

Der Anlass war innert weniger Tage ausverkauft, Comedy-Star Michel Gammenthaler und Komiker Peach Weber sorgten zusammen mit der Band AZton für eine begeisternde Aufführung. Und da sie ihre Gage dem Hilfswerk zukommen liessen, ergab sich zusammen mit den ungeschmälert überwiesenen Billetteinnahmen ein Reinerlös von rund 30'000 Franken.

Zweckbestimmung der Spenden nach Wunsch

Auch die 25. Sammelaktion im Dezember 2018 verlief höchst erfolgreich: Bis Ende Januar 2019 wurden 750'000 Franken einbezahlt. Eine Spezialität dieser Weihnachtsaktion ist die Möglichkeit, dass die Geber selber bestimmen können, wofür sie ihr Geld in Ruanda einsetzen möchten. Vor einem Jahr wurden folgende Zweckbestimmungen gewünscht: 193'000 Franken für die Betreuung von Waisen und verwahrlosten Kindern, 186'450 Franken für Schulgelder an Kinder aus mittellosen Familien, 141'060 Franken für die Verteilung von Kühen, Ziegen und Schweinen an arme Familien, und 229'490 Franken für weitere Hilfeleistungen, so für eine Mütterstation, für mittellose Spitalpatienten, Ausbildung von Lehrlingen und Lehrtöchtern, Kleinkredite für angehende Berufsleute, Sanierung unmenschlicher Behausungen, und so weiter.

Seit der Gründung des Hilfswerkes durch Margrit Fuchs konnten im Rahmen der Zeitungs-Weihnachtsaktionen über 13 Mio. Franken für die Bekämpfung der grossen Armut und Not aufgebracht und Tausenden von Kindern und Familien geholfen werden. Ihre Dankbarkeit wie auch die Dankbarkeit der Behörden in Ruanda ist riesig, wie der Stiftungsrat bei seinen Besuchen immer wieder erfahren darf (übrigens: die Verwaltungsräte und der Controller bezahlen diese Besuche samt Flugkosten aus dem eigenen Sack, da prinzipiell auf Verwaltungskosten verzichtet wird).

Ruanda-Weihnachtsaktion 2019

Ruanda-Weihnachtsaktion 2019

Regula Gloor

Die Weihnachtsaktionen animieren hin und wieder zu Legaten. Diese erlaubten dem Hilfswerk unter anderem den Bau von über 15 Schulhäusern in entlegenen Gebieten, was vielen Kindern den Schulbesuch überhaupt erst ermöglicht. Auch im kommenden Jahr wird durch ein Legat ein Schulhausbau – Kostenpunkt rund 100'000 Franken – realisiert.

Das Lebenswerk von Margrit Fuchs lebt weiter

Heute wird die 26. Sammelaktion gestartet. Wie dem Hauptartikel zu entnehmen ist, plant der Stiftungsrat, 2020 die Zahl der in den Gemeinschaftszentren betreuten Waisen- und Strassenkinder auf 1500 zu verdoppeln. Hinzu kommen die weiteren, oben beschriebenen Hilfsleistungen. Es wäre grossartig, wenn die Leserinnen und Leser die Aktivitäten auch diesmal grosszügig unterstützen und das grosse Engagement des Hilfswerkes im Sinne von «Hilfe zur Selbsthilfe» unterstützen würden.

In Ateliers und Werkstätten können Jugendliche einen Beruf erlernen; im Bild angehende Schneiderinnen. In Ateliers und Werkstätten können Jugendliche einen Beruf erlernen; im Bild angehende Schneiderinnen.

In Ateliers und Werkstätten können Jugendliche einen Beruf erlernen; im Bild angehende Schneiderinnen. In Ateliers und Werkstätten können Jugendliche einen Beruf erlernen; im Bild angehende Schneiderinnen.

Regula Gloor

Seit dem Tod von Margrit Fuchs im Jahr 2007 führt ein Schweizer Stiftungsrat in Zusammenarbeit mit dem einheimischen Bureau Social das Hilfswerk weiter, ja baut es weiter aus im Sinn und Geist der Hilfswerkgründerin. Ihr Lebenswerk lebt also weiter. Ihre Worte, die sie 2006 nach der Weihnachts-Sammelaktion der Zeitungen an die Leserschaft gerichtet hat, gelten noch heute: «Ich weiss kaum, wie ich für alle Hilfe danken kann. Helfen dürfen macht glücklich! Ich hoffe, dass das Glücklichsein auch euch zuteil wird.»