Unfall auf A1

Teilsperrung auf der A1 für Verkleidung der defekten Brücke

Das Bundesamt für Strassen macht diese Sofortmassnahmen: In den Nächten auf Mittwoch und Donnerstag wird die defekte Brücke verkleidet. Für die Zeit der Arbeiten von 22.00 bis 05.00 Uhr wird die Fahrbahn Richtung Bern auf einen Streifen verengt.

«In den Nächten auf Mittwoch und Donnerstag müssen wir die Brücke verkleiden», sagt Astra-Sprecherin Esther Widmer. Zu diesem Zweck wird die Fahrbahn Richtung Bern jeweils von 22 bis 5 Uhr auf einen Streifen reduziert. Beim geringen Verkehr in diesen Nachtstunden dürfte das zu keinen Behinderungen führen. Die Fahrbahn in Richtung Zürich ist nicht tangiert.

Wie geht es jetzt mit der Unfallbrücke auf der A1 weiter?

Wie geht es jetzt mit der Unfallbrücke auf der A1 weiter?

Neue Brücke bereits in Planung

Der Bau einer neuen Brücke im Jahr 2015 war ohnehin geplant. «Weil ein Neubau günstiger kommt, wird die Brücke komplett ersetzt, genau wie bei der Sanierung der A1 Lenzburg-Birrfeld mit den neuen Brücken über das Bünztal», erklärt Widmer. Grobe Pläne liegen bereits vor, die neue Brücke dürfte von der Bauart her 4,8 Meter Lichtraumprofil haben. Das sind 30 Zentimeter mehr als das beschädigte Bauwerk.

Mit dem Zwischenfall hat das allerdings nichts zu tun, denn Lastwagen und ihre Ladungen dürfen auf Autobahnen nicht höher als vier Meter sein. Die Brücken haben ein freies Profil von 4,5 Metern, aber der weisse Implenia-Bagger war höher und riss Teile der Brücke mit. Die statische Prüfung der defekten Brücke läuft bis zirka Mitte Februar. Bis dann bleibt die Brücke für jeglichen Verkehr gesperrt.

Keine Signalportale geplant

Signalportale wie bei vielen Einfahrten in Tiefgaragen wird es an den Autobahnen im Aargau und im Gebiet des Astra Zofingen sicherlich nicht geben. «Die erlaubte Höhe ist 4,0 Meter, Fahrzeuge darüber dürfen nicht auf die Autobahn», sagt Esther Widmer klipp und klar. Für alle Schwertransporte darüber braucht es Spezialbewilligungen und meistens auch spezielle Routen. An einen ähnlichen Zwischenfall mit so gravierenden Folgen, wie am Montag, 13. Januar, auf der A1 bei Baden könne sich niemand erinnern.

Tempo 80 bis zur neuen Brücke

Die verfügte Beschränkung auf Tempo 80 statt 120 oder bei viel Verkehr Tempo 100 in diesem Bereich bleibt bestehen, bis die neue Brücke gebaut ist. Auf den Pannenstreifen stehen die Traggerüste, was zur Verengung führt. «Bei Baustellen mit der gleichen Breite gilt immer auch Tempo 80», begründet Widmer die Massnahme.

Noch offen sei es, ob es bei dieser sechsspurigen Autobahn während der Bauzeit immer je drei Fahrstreifen gebe oder nur zweimal zwei Fahrstreifen. «Eine Überprüfung weiterer Brücken ist weder geplant noch nötig», präzisierte die Astag-Sprecherin Medienmeldungen. «Wir überprüfen alle Brücken im Rhythmus von fünf Jahren und können dadurch die Sicherheit gewährleisten», betont Widmer. Bis zum Zwischenfall mit dem Bagger sei auch die Brücke bei Birmenstorf sicher gewesen.

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