Ein Monsterkonzert via Social Media: 50 Aargauische Blasmusikvereine mit rund 1500 Teilnehmern sind am Samstag zwischen 10 und 11 Uhr an rund 50 Standorten im Aargau aufgetreten. Gleichzeitig wurde unter der Leitung des Dirigenten Douglas Bostock das Stück «Stelle dell’Argovia» (Aargauer Sterne) uraufgeführt. Das Konzert wurde live aufgezeichnet und gestreamt.

Via Youtube folgten die Musikvereine dem Dirigenten. Was nicht immer ganz einfach war. Ausgerechnet auf dem Brugger Neumarktplatz, wo am meisten Musiker – gleich drei Vereine gemeinsam – auftraten, haperte es mit dem Internet. Die Verbindung war nicht optimal und das Bild stockte ab und zu.

Gut hatten die Vereine vorgesorgt und eigene Dirigenten organisiert, die den Takt vorgaben. So konnte das Spektakel trotzdem über die Bühne gehen.

Gemeinschaftsgefühl stärken

Die Idee zum Projekt #BlasmusikAargau entstand letzten Oktober. Der Musikverband informierte die rund 175 Musikvereine im Kanton und stellte ihnen die Idee vom Monsterauftritt vor. «Die Reaktionen waren sehr positiv», sagt André Keller, Kantonalvorstand des Aargauischen Musikverbands. «Wir gaben daraufhin einen Marsch beim Laufenburger Komponisten Peter Erhard in Auftrag und konnten Douglas Bostock für das Projekt gewinnen.»

Das Stück heisst «Stelle dell’Argovia», also «Aargauer Sterne». Laut Keller hat der Name einen tieferen Sinn: «Sterne kommen im Logo des Aargauischen Musikverbands vor und auch im Wappen des Kantons. Sterne sind aber auch die einzelnen Musikvereine.» Denn der Musikverband will das Gemeinschaftsgefühl der einzelnen Vereine stärken.