Kanton Aargau
Tanz und Kunst Königsfelden wird zum kulturellen Flaggschiff

Der Regierungsrat spricht der in der Klosterkirche Königsfelden aufgebauten Tanztradition kantonale Bedeutung zu und unterstützt dieses kulturelle Flaggschiff künftig mit Betriebsbeiträgen.

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Ein Bild von «Orpheus. Eurydike», das 2011 in der Klosterkirche Königsfelden aufgeführt wurde.

Ein Bild von «Orpheus. Eurydike», das 2011 in der Klosterkirche Königsfelden aufgeführt wurde.

Alex Spichale

Tanz und Kunst Königsfelden hat in den letzten Jahren mit der Tanzcompagnie Flamencos en route unter der Direktion von Brigitta Luisa Merki in der 700-jährigen Klosterkirche Furore gemacht und die Tanztradition, die Jean Deroc in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts an diesem Ort begründete, zusätzlich gestärkt.

Betriebsbeiträge für 2013 - 2015

Zukünftig wird der Verein «Tanz und Kunst Königsfelden» unter dem Präsidium von Elisabeth Wernli unter der künstlerischen Leitung von Brigitta Luisa Merki und in Zusammenarbeit mit dem Museum Aargau für den Tanz in der Klosterkirche zuständig sein. In der Trägerschaft sind auch die traditionsreichen Tanzfestspiele Königsfelden vertreten.

Durch das Zusammengehen der Kräfte und die kontinuierliche Unterstützung durch den Kanton mit einem jährlichen Betriebsbeitrag von 175'000 Franken für die Jahre 2013 bis 2015 wird es möglich sein, die Entwicklung der künstlerisch erstrangigen und von einem grossen Publikum getragenen Tanztradition in Königsfelden langfristig zu sichern.

Leistungsverträge verlängert

Mit dem 2010 in Kraft getretenen Kulturgesetz erhielt der Regierungsrat die Möglichkeit, auf Gesuch hin kulturellen Institutionen von mindestens kantonaler Bedeutung mit privater oder kommunaler Trägerschaft einen Betriebsbeitrag zuzusprechen. Die erste Dreijahresperiode läuft für das Stapferhaus Lenzburg, das Museum Langmatt und das Schweizer Kindermuseum Baden Ende 2012 ab.

Die drei Institutionen haben um eine Verlängerung der Leistungsverträge ersucht. Nach eingehender Prüfung durch die Kommission für Kulturfragen hat der Regierungsrat nun die Beiträge gesprochen. Für je drei Jahre erhält das Stapferhaus einen jährlichen Betriebsbeitrag von 350'000 Franken und das Kindermuseum 150'000 Franken. Das Muse-um Langmatt erhält während zwei Jahren einen Be-triebsbeitrag von je 200'000 Franken.

Insgesamt neun Kulturinstitutionen von kantonaler Bedeutung

Neben den genannten Kulturinstitutionen haben folgende vier Anrecht auf Betriebsbeiträge des Kantons: Aargauer Symphonie Orchester, Filmfestival Fantoche in Baden, Kulturort KiFF in Aarau, Künstlerhaus Boswil MuriKultur. Die Zusammenarbeit zwischen Kanton und Institutionen ist mit Leistungsverträgen geregelt. Die Kommission für Kulturfragen berät den Regierungsrat bei der Ernennung der Kulturinstitutionen von mindes-tens kantonaler Bedeutung und evaluiert deren Arbeit bei Erneuerung der Gesuche.

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