Triengen
Tannenspitze knickt ab und erschlägt Velofahrer – Hilfe kommt zu spät

Am Nationalfeiertag bricht im Wald in der Nähe von Reitnau eine Tannenspitze ab und erschlägt einen jungen Velofahrer. Die Betroffenheit am Wohnort ist gross. Für die Familie ist es nicht der erste Schicksalsschlag.

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Blumen erinnern am Ort des Unglücks an den Verstorbenen. Am Nationalfeiertag ist David W. mit seinem Bruder mit dem Velo im Brügelwald beim luzernischen Triengen an der Grenze zum Aargau unterwegs, als plötzlich die Spitze einer Weisstanne abbricht und auf den Weg stürzt. David W. wird dabei am Kopf getroffen.

Ganz in der Nähe feiert Josette Wüest mit einigen Kollegen den Nationalfeiertag. Sie hätten einen lauten Knall gehört und sich gewundert, weshalb bereits so früh 1.-August-Feuerwerk gezündet werde, erzählt sie gegenüber Tele M1. „Als ich im Hintergrund Hilfe-Rufe hörte, sagte ich, dass etwas nicht stimmt.“

Betroffenheit am Wohnort ist gross

Wüest und ihre Kollegen eilen zum Unfallort. Für den Studenten David W., der nur einen Tag zuvor die Ausbildung zum Diätkoch erfolgreich abgeschlossen hatte, kommt allerdings jede Hilfe zu spät. Seine Verletzungen sind so gravierend, dass er noch auf der Unfallstelle verstirbt.

Gross ist die Betroffenheit in Schötz (LU), dem Wohnort des Verunfallten. Man habe sich gut gekannt, berichtet Tele M1. Besonders tragisch: Erst kürzlich hatte die Familie den Vater durch eine Krankheit verloren.

Die Polizei schreibt in ihrer Mitteilung von einer „unvorhersehbaren natürlichen Ursache“. Den Waldbesitzer treffe keine Schuld am Tod von David W. Der Fall ist für die Polizei damit abgeschlossen.