Aargauer Regierung
Sylvia Flückiger: «Sitz in der Regierung wäre eine reizvolle Aufgabe»

Im Herbst will die SVP einen zweiten Sitz in der Aargauer Regierung erobern. Die Schweizerische Volkspartei wird daher, neben Alex Hürzeler, mit einem zweiten Kandidaten antreten. Für das Amt heiss gehandelt wird die Nationalrätin Sylvia Flückiger.

Christian Trippel
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Sylvia Flückiger

Sylvia Flückiger

Aargauer Zeitung

Im kommenden Herbst stehen im Aargau Regierungsrats-Wahlen an. Die SVP wird Alex Hürzeler als Kandidaten vorschlagen. Doch Ende Januar hat der designierte Präsident der kantonalen SVP, Thomas Burgherr, hochtrabende Pläne der Volkspartei offenbart: «Wir werden den Delegierten vorschlagen, einen zweiten Sitz zu erringen und mit zwei Kandidierenden anzutreten.»

Die weibliche Unternehmer-Person

Wird dieser Vorschlag am 15. Februar durch die Delegierten der SVP angenommen, stehen bereits mögliche Kandidatinnen und Kandidaten bereit, wenn man aktuell kursierenden Gerüchten Glauben schenken kann: Thomas Burgherr selbst, die Vizepräsidentin des Grossen Rates, Vreni Fricker, sowie Grossrat Martin Keller.

Doch ein weiterer Name wird besonders heiss gehandelt: Sylvia Flückiger.

Politexperte Silvio Bircher erklärte gegenüber Tele M1, dass die SVP mit einer weiblichen Unternehmer-Person die besten Chancen hätte. Sylvia Flückiger ist eine Frau und in der Geschäftsleitung der Flückiger Holz AG. Beide Kriterien Birchers treffen auf sie zu.

«Birchers Aussage lässt einen schnell an meinen Namen denken», gibt Sylvia Flückiger zu. Allerdings denkt sie persönlich, dass die SVP noch weitere aussichtsreiche Kandidaten im Köcher hat. «Ich gehe den weiteren Entwicklungen offen entgegen.»

«Eine reizvolle Aufgabe»

Stellt sich Flückiger also als Kandidatin für den zweiten Sitz im Regierungsrat? «Ich werde das Gespräch mit meinen Kollegen suchen und den 15. Februar abwarten», sagt Flückiger. Ein Dementi tönt anders.

Sylvia Flückiger ist jedoch nicht nur im Kampf um den zweiten Regierungs-Sitz im Aargau in einer guten Position. Im Rennen um die Nachfolge von Bruno Zuppiger als Präsidentin des Schweizerischen Gewerbeverbands gehört sie ebenfalls zu den Favoriten.

Beides - Regierungsrätin und Gewerbeverbands-Präsidentin - kann sie aber nicht werden. «Mir ist bewusst dass ich nicht beide Ämter innehaben könnte.» Die 59-Jährige weiss nach eigenen Angaben nicht, für welches Amt sie sich im Ernstfall entscheiden würde. Sie räumt aber ein: «Ein Sitz in der Aargauer Regierung wäre eine grosse, reizvolle und wirklich interessante Aufgabe. Allerdings ist eine Wahl in den Regierungsrat kein Spaziergang.»