In einer Mitteilung schreibt die Partei: «Es zeigt sich: Noch immer wird der Sport gegenüber Kunst und Kultur stark benachteiligt. Das muss sich ändern.» Andere Kantone würden sportliche Belange mit bis zu 30 Prozent unterstützen. Deshalb fordert die BDP: Der Kanton soll dem Sport mehr Wertschätzung entgegenbringen.

«Mit rund 20 Prozent teilt der Aargau dem Swisslos-Sportfonds im Vergleich etwas weniger Mittel zu als andere Kantone», bestätigt Michael Umbricht, Generalsekretär des Departements Bildung, Kultur und Sport (BKS). 40 Prozent der Gelder fliessen in die Kultur, weitere 40 Prozent in übrige Projekte. «Die Förderung von Sport und Gesundheit ist natürlich eine gute Sache – genauso aber auch die Förderung von Kultur.» Deshalb müsse der Regierungsrat beim Verteilen der Beiträge die Projekte immer gut gegeneinander abwägen. «Grundsätzlich gibt es im Bereich Kultur mehr Projekte, aber weniger private Sponsoren als im Sport.»

Mehr Sport – weniger Kosten

Die BDP begründet ihre Forderung nach mehr Geldern für den Sport damit, dass so auch die Gesundheit gefördert werde. «Die Gesundheitskosten explodieren, Probleme mit Teenagern akzentuieren sich.» Umso unverständlicher sei es, dass der Regierungsrat den Sport nicht stärker gewichte. Und dies, obwohl der Grosse Rat 2011 ein Postulat entgegengenommen habe, in dem Parteipräsident Bernhard Guhl eine stärkere Gewichtung des Breitensports bei der Verteilung der Lotteriemittel forderte.

«Projekte zur Gesundheitsförderung werden nicht nur durch den Sportfonds unterstützt», entgegnet Umbricht. So fliessen 40 Prozent der Beiträge in übrige Bereiche. Dazu gehören neben Natur- und Umwelt- oder Jugend-Projekten auch solche im Bereich Gesundheit und Soziales.