«Swiss Bar-Guide»
Nur eine Aargauer Bar gehört zu den 101 besten der Schweiz

Jährlich erscheint ein Bar-Guide, der die 101 besten Bars in der Schweiz auflistet. Aber nur eine Bar aus dem Kanton Aargau ist heuer mit dabei – der «Platzhirsch» in Aarau. Die Gründe dafür erklärt Guide-Herausgeber Ruedi Zotter.

Hans-Caspar Kellenberger
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Eine Gruppe beim Apéro vor der Platzhirsch-Bar, einem beliebten Treffpunkt in Aarau.

Eine Gruppe beim Apéro vor der Platzhirsch-Bar, einem beliebten Treffpunkt in Aarau.

Michael Würtenberg

Jährlich werden die 101 besten Bars der Schweiz gekürt und im «Swiss Bar-Guide» aufgeführt. Der Guide wird von der Bar News GmbH herausgegeben. «Mit dem Bar-Guide wollen wir die Schweizer Barkultur fördern und dem ausgehfreudigen Publikum eine Hilfestellung geben, wo schöne Lokale zu finden sind», sagt Redaktionsleiter und Herausgeber Ruedi Zotter.

Jede Bar ist mit Foto, einem Kurzbeschrieb, Öffnungszeiten sowie Parkmöglichkeiten oder Raucherzonen im Bar-Guide 2021 aufgeführt. Die Jury, welche die Bars für den Guide auswählt, ist jeweils inkognito in den verschiedenen Lokalen unterwegs.

«Platzhirsch» rettet die Aargauer Ehre

Aus dem Aargau schafft es indessen nur eine einzige Bar mit auf die Liste der Ausgabe von 2021: Die Platzhirsch-Bar in der Aarauer Altstadt. Im diesjährigen Guide ist der Aargau damit ziemlich untervertreten. Guide-Herausgeber Ruedi Zotter sagt:

«Auch im Kanton Aargau gibt es
natürlich sehr gute Bars.»

Dass nicht mehr Lokale aus dem Aargau unter den 101 besten Bars dieses Jahres mit dabei sind, erklärt der Herausgeber mit der Einteilung nach Region und nicht nach Kanton. Man achte darauf, so Zotter, dass aus den Hauptregionen jeweils prozentual gleich viele Lokalitäten ausgewählt werden. So sind zum Beispiel die Ostschweiz und Graubünden, Zürich, Winterthur und Schaffhausen sowie die Zentralschweiz oder das Tessin je eigene Regionen.

Bar-Guide ist keine Rangliste

Der Aargau indessen gehört zur Region «Basel und Aargau», womit auch klar ist, dass mit der Fülle an Barangeboten in der Stadt Basel eine grosse Konkurrenz besteht. Eine Rangliste ist der Bar-Guide aber nicht. «Wir machen keine Klassifizierung, die Konzepte der einzelnen Bars sind dafür viel zu unterschiedlich», sagt Zotter.

Ruedi Zotter: Herausgeber der Bar News.

Ruedi Zotter: Herausgeber der Bar News.

PD
«Eine Hotelbar kann man nicht mit einer anderen Bar vergleichen, die ein ganz bestimmtes Zielpublikum hat.»

Neben der Beachtung von prozentual gleich vielen Lokalitäten aus den Regionen werden Fachpersonen und Szenegänger im Vorfeld konsultiert. So kann daraufhin ein Urteil über einen Besuch der Jury bei der jeweiligen Bar gefällt werden. Dazu kommt die langjährige Erfahrung: «Bar News» gibt es seit 27 Jahren, was der Jury ebenfalls Legitimation für eine angemessene Bewertung verschaffe, wie Zotter ausführt.

Die «Swiss Bar Awards» zum Beispiel, die unter anderem auch Lokale in der Kategorie «Newcomer-Bar »küren, verlangen von den Kandidaten ein Konzept zur Bar, dass auch «Bar News» vor dem Besuch der Jury von den Anwärtern anfordert. Darin enthalten sei jeweils die Idee hinter der Bar, welches Zielpublikum angesprochen werden soll und was konkret in der Lokalität im Angebot steht. So könne man klarer sehen, was die Idee hinter der jeweiligen Bar ist, so Zotter.

Hier kann der Bar-Guide bestellt werden:

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