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SVP-Knecht ist König des Wahltalks: Er gewinnt das Finale gegen SP-Bruderer

Pascale Bruderer und Hansjörg Knecht duellierten sich im letzten Ständerats-Talk von Tele M1. Angriffig zeigten sich beide nicht. Der SVP-Politiker konnte sich jedoch mit zwei Drittel der Stimmen gegen Bruderer durchsetzen.

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Tele-M1-Zuschauer und az-Leser haben Hansjörg Knecht (SVP) in den Talk-Schlussgang gegen Pascale Bruderer (SP) gewählt. Sehen die beiden sich auch als Wunschpartner im Ständerat, fragte Moderator Christian Dorer provokativ.

Bruderer wollte sich nicht festlegen und gab damit zu verstehen: Sie kann mit jedem leben, der neben ihr gewählt wird. Würde es gut funktionieren zwischen den zwei? «Ich bin mich gewohnt, mit jedem zusammenarbeiten zu können», sagte Knecht und freute sich, dass Bruderer wie beim A1-Ausbau auch bürgerliche Positionen teilt. «Ich schätze an ihr auch, dass sie keine Feministin ist.»

Das war Bruderer dann doch etwas viel Lob von rechts: «Ich setze mich sehr für die Frauenrechte ein. Aber ich stehe auch dafür ein, wenn ich nicht auf Parteilinie bin.»

Wo weicht Knecht von der SVP ab? «Etwa beim Finanzausgleich oder beim Kampf für den Innovationspark. Das ist ein ganz wichtiges Dossier für den Aargau», sagt er.

Bei zwei Themen kamen sehr unterschiedliche Positionen zum Ausdruck: Was tun Sie als Ständerat für den Aargau?

Bruderer: «Ich setze mich stark für die Energiewende ein. Wir müssen die erneuerbaren Energien fördern. Das schafft auch Arbeitsplätze. Es ist wichtig, dass der Aargau hier Taktgeber bleibt.»

Knecht: «Die Energiestrategie wird uns wirtschaftlich das Genick brechen. Wir haben keinen Plan B. Wie ersetzen wir die 40 Prozent, welche die Kernenergie für die Grundversorgung sicherstellt?»

Wieviele Flüchtlinge soll die Schweiz aufnehmen?

Knecht: «Das kann man nicht in Zahlen sagen. Einfach die an Leib und Leben bedrohten. Das ist unsere humanitäre Tradition. Der Bevölkerung ist aber ein Dorn im Auge, dass sehr viele Wirtschaftsflüchtlinge kommen.»

Bruderer: «Es ist ein grosser Widerspruch, wenn man die wirklich bedrohten Flüchtlinge aufnehmen will und gleichzeitig wie die SVP ein Asylmoratorium fordert oder sogar noch die Grenzen schliessen will.»

Am Ende konnte sich der ruhige SVP-Politiker gegen die Ständeratsfavoritin klar durchsetzen und gewann mit dem zweiten Sieg auch das Finale des Ständeratstalks. (roc)

Ergebnis 4. Runde:

Hansjörg Knecht (SVP): 67.4%

Pascale Bruderer (SP): 32.6 %

Die bisherigen Talk-Runden:

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