Partei-Austritt
SVP-Kantonalpräsident Burgherr: «Wir haben Beat Leuenberger nie gemobbt»

Die ehemaligen Parteikollegen von Beat Leuenberger wehren sich gegen die Vorwürfe des Schöftler Grossrats. Weder Mobbing noch Intrigen seien gegen Leuenberger im Gange. Im Gegenteil habe man stets eine konstruktive Lösung gesucht.

Aline Wüst
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SVP-Kantonalpräsident Thomas Burgherr wehrt sich gegen die Vorwürfe Leuenbergers. (Archiv)

SVP-Kantonalpräsident Thomas Burgherr wehrt sich gegen die Vorwürfe Leuenbergers. (Archiv)

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Leuenberger hatte am Dienstag seinen Austritt aus der SVP bekanntgegeben. Grund dafür seien Mobbing und Intrigen innerhalb der Partei.

Sehr enttäuscht über das Verhalten von Beat Leuenberger, zeigt sich Thomas Burgherr, Präsident der SVP Aargau. «Wir haben Beat sicher nie gemobbt», sagt Burgherr. Vielmehr hätten sie auch nach der Anzeige immer das konstruktive Gespräch mit ihm gesucht.

Das bestätigt auch Nationalrätin Sylvia Flückiger, die in die Intrigen gegen Leuenberger verstrickt sein soll. «Den Vorwurf der Intrige weise ich voll und ganz zurück», sagt sie. Es gebe Differenzen und unterschiedliche Auffassungen. Deshalb habe sie zusammen mit Kollegen der Schöftler SVP bereits vor etlichen Wochen direkt und offen mit Beat Leuenberger darüber gesprochen. In der Hoffnung, einen Weg zu finden. «Es war leider vergebens», meinte Nationalrätin Sylvia Flückiger gestern.

Nicht-Wahl nicht verkraftet?

Auch der Kulmer Bezirkspräsident Martin Sommerhalder soll gegen Leuenberger intrigiert haben. Aus Sommerhalders Sicht haben Leuenbergers Vorwürfe ihren Ursprung in der letzten Wahl des Kulmer Bezirkspräsidenten. «Leuenberger wollte an meiner Stelle Präsident werden.» Dass er nicht gewählt wurde, habe er nicht verkraftet, meint Sommerhalder.

SVP-Kantonalpräsident Burgherr betont, dass Leuenberger viel für die Partei geleistet habe. «Ein solcher Abgang ist schlecht – für ihn und für die SVP», sagt er.

Untersuchung wegen Schlägerei

Gegen Beat Leuenberger läuft derzeit eine Untersuchung der Staatsanwaltschaft. Der Grossrat soll in eine Schlägerei mit seiner Schwester verwickelt sein. Die SVP hatte den Grossrat aufgefordert, diese Angelegenheit zu klären.