Am gleichen Tag, als er einen Vorstoss gegen fest installierte Blitzer einreichte, gab Martin Keller seinen Rücktritt aus dem Grossen Rat bekannt. Doch der SVP-Vertreter gibt nicht nur seinen Sitz im Kantonsparlament auf, sondern beendet seine politische Karriere gleich ganz.

In seinem Rücktrittsschreiben, das Ratspräsidentin Renata Siegrist am Dienstag verlas, lässt Keller seine Kollegen wissen, dass er auch auf eine Kandidatur für den Nationalrat verzichtet.

Verzicht kommt überraschend

Der 54-Jährige war kürzlich als Kantonsvertreter in den Verwaltungsrat des Energiekonzerns Axpo gewählt worden. In diesem Zusammenhang hatte Keller schon früher seinen Rücktritt aus dem Grossen Rat angekündigt.

Dass er nicht als Nationalratskandidat antritt, kommt hingegen überraschend. Keller, der in Nussbaumen wohnt, war von der SVP auf Listenplatz 4 nominiert worden und hätte damit gute Wahlchancen gehabt. In seinem Rücktrittsschreiben erklärt der Bauunternehmer, er habe diesen Entscheid nach einer Analyse seiner persönlichen und beruflichen Situation getroffen.