Asylzentrum Bremgarten
SVP-Glarner: «Die Medien drücken die bekannten Probleme einfach weg»

Nachgefragt bei Grossrat und SVP-Fraktionschef Andreas Glarner zu den Äusserungen in den Medien, in der Bundesunterkunft für Asylbewerber in Bremgarten verlaufe der Betrieb problemlos. Glarner ist da anderer Meinung.

Peter Siegrist
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Will nicht antreten, wenn Thomas Burgherrs Wahl so gut wie sicher ist: Andreas Glarner.Efu

Will nicht antreten, wenn Thomas Burgherrs Wahl so gut wie sicher ist: Andreas Glarner.Efu

Herr Glarner, im letzten Dezember vor der Eröffnung des Bundes-Asylzentrums in Bremgarten prophezeiten Sie grösste Schwierigkeiten. Und jetzt läuft der Betrieb offensichtlich völlig problemlos, was sagen Sie dazu?

Andreas Glarner: Das ist eine eigentliche Schweinerei, wie das läuft. Einmal mehr werden von den Beteiligten und den Medien bewusst bekannte Probleme weggedrückt

Wer drückt was weg?

Journalisten behaupten doch immer, sie würden die Spreu vom Weizen trennen. Mit drei Klicks kämen sie zu den Informationen, dass es durchaus Probleme gab und gibt. Aber niemand macht es jetzt. Alle finden es gut, niemand will von Zwischenfällen reden.

Wie meinen Sie das?

Man kann doch nicht behaupten, es habe nie Probleme gegeben, wenn wir Berichte haben von Polizeieinsätzen in der Unterkunft. Selbst in ihrer Zeitung haben sie solche erwähnt.

Sie halten also an ihren Bedenken fest?

Ja, die Behauptung es sei noch nie etwas vorgefallen, stimmt einfach nicht. Ich habe selber Kenntnis von Interventionen der Regionalpolizei. Dass es keine schweren Vorfälle gab stimmt, wahrscheinlich hat man einfach weniger schwierige Leute in Bremgarten einquartiert. Doch die Journalisten müssten einmal mit Gewerbetreibenden reden, da kämen zu einer anderen Sichtweise. Einfach von Freude, Eierkuchen zu schreiben widerspricht den Tatsachen.