Seit Jahren erreicht das Kantonsspital Aarau (KSA) die von der Regierung
gesetzten betrieblichen Ziele nicht, schreibt SVP-Fraktionspräsident Jean-Pierre Gallati in einer Interpellation, wie Tele M1 berichtet. Zu den Zielen gehöre eine Editda-Marge (Gewinn vor Zinsen und Steuern) von 10 Prozent.

Es sollte den Spitälern möglich sein, ihre Investitionen selber zu finanzieren, wie das beim Kantonsspital Baden der Fall sei, sagt Gallati. Das KSA werde aber voraussichtlich nicht in der Lage sein, seine anstehenden grossen Investitionen in Neubauten in Höhe von rund 500 Millionen Franken aus eigener Kraft zu finanzieren, so Gallati weiter.

Die Führung des KSA sei durch die Dominanz der Chefärzte in der übergrossen Geschäftsleitung geprägt, schreibt er. Nachdem die Änderungen im Verwaltungsrat bisher keine zählbaren Resultate gezeitigt hätten, sei «die wohl letzte Möglichkeit, das Ruder herumzureissen», das Management auf eine private Gesellschaft zu übertragen, wie der SVP-Politiker fordert.

Sollte auch dies scheitern, bliebe wohl nur noch eine vollständige Privatisierung und Veräusserung des KSA. Das KSA nahm zu Gallatis Vorstoss gegenüber Tele M1 nicht Stellung. (mku)