Gescheitertes Kita-Projekt

SVP-Bösch: Andreas Glarner zahlte ihr 5000 Franken

SVP-Politikerin Sarah Bösch geriet mit 0.7-0.8 Promille in Polizeikontrolle. Nun scheint sie Parteikollegen - wie zum Beispiel den Aargauer Andreas Glarner - über den Tisch gezogen zu haben.

SVP-Politikerin Sarah Bösch geriet mit 0.7-0.8 Promille in Polizeikontrolle. Nun scheint sie Parteikollegen - wie zum Beispiel den Aargauer Andreas Glarner - über den Tisch gezogen zu haben.

SVP-Politikerin Sarah Bösch geriet mit 0,8 Promille in eine Polizeikontrolle, danach polterte sie über die Polizisten. Nun macht sie wieder negative Schlagzeilen. Für ein Kita-Projekt sammelte sie Geld - doch aus dem Projekt wurde nie etwas.

Die SVP-Politikerin Sarah Bösch geriet diese Woche in die Schlagzeilen, weil sie mit 0,8 Promille am Steuer erwischt worden war – und sich dann auf Facebook über die «krasse Bürokratie» der Polizei beschwert hatte. 

Jetzt macht der Sonntagsblick publik, dass Bösch mehreren Politikern der Partei Geld für eine behindertengerechte Kita abgeluchst haben soll. Zum Fliegen kam das Projekt «Alpeglöggli» aber nie, das Geld soll versickert sein. 

Einer der Kontaktierten war der Aargauer Fraktionspräsident Andreas Glarner. Auf Anfrage des «Sonntagsblick» bestätigt er: «Ja, ich zahlte 5000 Franken für die Kinderkrippe Alpeglöggli.» Weil er das Gefühl bekommen habe, mit der Kita gehe es nicht vorwärts, habe er den Verein verlassen und mitgeteilt, man könne das Geld als Spende verbuchen.

Gemäss Glarner habe der Buchhalter ihm dann aber beschieden, er wisse nichts von diesem Betrag. Und: «Es ist nichts von mir verbucht.» Die Kindertagesstätte jedenfalls eröffnete nie. Kurze Zeit später kündigte die SVP-Frau den Mietvertrag.  

Glarner wisse von weiteren SVP-Männern, die Bösch eingeladen habe. «Es war ihre Masche, diese dann mit ihren Reizen zu ködern», sagt der Aargauer Grossrat der Zeitung. Er könne sich gut vorstellen, «dass der eine oder andere schwach wurde». 

Sarah Bösch selbst schweigt. Mario Schmitt, SVP-Fraktionspräsident von Wil SG, antwortet für sie. Er sagt zum «Sonntagsblick», seine Fraktionskollegin werde sich zu dieser «medialen Hetzkampagne gegen die SVP grundsätzlich nicht äussern». (watson.ch)

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