Die SVP strebt nach den Parlamentswahlen wieder einen zweiten Bundesratssitz an. Wie Recherchen der «Schweiz am Sonntag» zeigen, gibt es eine Shortlist mit sieben Namen. Unter ihnen auch der Aargauer Nationalrat Hansjörg Knecht. Die az hat beim Aargauer SVP-Präsidenten Thomas Burgherr nachgefragt, was er davon hält.

Herr Burgherr, waren Sie überrascht, als Sie heute in der „Schweiz am Sonntag“ gelesen haben, dass Hansjörg Knecht als Bundesrat im Gespräch ist?

„Ich bin nicht überrascht dass die nationale Parteileitung nun Hansjörg Knecht auf die Liste der Bundesratskandidaten gesetzt hat. Dass er ganz oben auf der Shortlist steht, bestätigt mir, dass wir im Aargau mit Hansjörg Knecht einen Top-Politiker als Ständerats-Kandidat nominiert haben.“

Würden Sie Hansjörg Knecht das Amt als Bundesrat zutrauen? Schliesslich ist er erst seit drei Jahren als Nationalrat in Bern, also relativ unerfahren.

„Hansjörg Knecht wäre ein idealer Kandidat, ein Mann mit seinem Profil fehlt im Bundesrat: Ein erfolgreicher Unternehmer mit Führungserfahrung, der zurückhaltend und bescheiden ist und sich nicht in den Vordergrund stellt. Er ist kein Polteri und damit in breiten Kreisen wählbar - dennoch vertritt Hansjörg Knecht konsequent die politischen SVP-Positionen.“

Sollte Hansjörg Knecht in den Ständerat und danach in den Bundesrat gewählt werden, würde die SVP Aargau den Sitz im Stöckli wieder verlieren…

„Das wäre ein Problem, mit dem wir gut leben könnten. Wenn Hansjörg Knecht im Herbst in den Ständerat und später in den Bundesrat gewählt würde, müssten wir erneut einen Ständeratskandidaten finden – dafür gibt es genügend valable Kandidaten in unserer Partei.“