Morgen Montag öffnet in Bremgarten ein Bundeszentrum für Asylsuchende, die praktisch keine Aussicht auf Asyl haben. Menschenrechtler kritisieren die Hausordnung. Die Bewohner dürfen beispielsweise nicht in die Badi oder auf den Sportplatz.

Die Aargauer Regierungsrätin Susanne Hochuli verteidigt das Regime im Interview mit dem «SonntagsBlick»: «Die rigide Hausordnung in Bremgarten stört mich nicht», sagt die zuständige Vorsteherin des Gesundheits- und Sozialdepartements.

Wenn Asylsuchende in die Schweiz kämen, solle man ihnen nicht den roten Teppich auslegen.

«Diese Regeln sind ein Kompromiss, damit die Bevölkerung in Bremgarten den Entscheid mitträgt. Schliesslich muss man sich in vielen Bereichen des Lebens an Regeln halten. Man darf am Wochenende nicht Rasenmähen oder den Hund überall frei laufen lassen», so Hochuli weiter.

Gleichzeitig kritisiert Hochuli Verteidigungsminister Ueli Maurer: «Man hat uns mehr Plätze versprochen. Die haben wir aber nicht bekommen und haben immer noch zu wenige Unterkünfte.» Das Verteidigungsdepartement habe sein Versprechen nicht eingehalten und seinen Job nicht gemacht.