Urnengang

Super-Sonntag: Späte Resultate und eine Informatikpanne beim Kanton

Neben fünf nationalen und zwei kantonalen Vorlagen kamen am vergangenen Abstimmungssonntag in diversen Gemeinden auch noch kommunale Wahl- und Abstimmungsgeschäfte an die Urne.

Neben fünf nationalen und zwei kantonalen Vorlagen kamen am vergangenen Abstimmungssonntag in diversen Gemeinden auch noch kommunale Wahl- und Abstimmungsgeschäfte an die Urne.

Am Super-Sonntag waren derart viele Entscheide anstehend, dass sich offenbar mehr als jeder zweite Stimmbürger im Aargau angesprochen fühlte und am Urnengang teilnahm. Die aussergewöhnlich hohe Stimmbeteiligung und unzählige Entscheide sorgten am Abstimmungssonntag für Verzögerungen und überlastete Server.

Neben fünf nationalen und zwei kantonalen Vorlagen – eine davon mit zwei Fragen – kamen am vergangenen Abstimmungssonntag in diversen Gemeinden auch noch kommunale Wahl- und Abstimmungsgeschäfte an die Urne. Und wäre das nicht genug, hatten die Aargauerinnen und Aargauer auch noch in den Bezirken Friedensrichter, Bezirksrichterinnen und Schulräte zu wählen. Es waren derart viele Entscheide anstehend, dass sich offenbar mehr als jeder zweite Stimmbürger im Aargau angesprochen fühlte und am Urnengang teilnahm. Mit einer Stimmbeteiligung von 55 Prozent lag der Aargau zwar etwas unter der gesamtschweizerischen von 59 Prozent. Ungewöhnlich hoch war sie dennoch.

Unterentfelden lieferte die Resultate erst um 16.23 Uhr

Ungewöhnlich war für den Kanton auch, dass es teilweise lange dauerte, bis die Resultate vorlagen. Noch als die beiden Regierungsräte Alex Hürzeler und Stephan Attiger um 16 Uhr vor die Medien traten, um die Abstimmungen zur Schulpflege und zum Energiegesetz zu kommentieren, fehlten die Ergebnisse einer Gemeinde. Unterentfelden lieferte die Resultate erst um 16.23 Uhr, wie dem kantonalen Abstimmungsprotokoll der Gemeinde zu entnehmen ist.

Das war eine direkte Folge der hohen Stimmbeteiligung und der vielen Geschäfte: «Sie führten dazu, dass bei den Gemeinden die Auszählung einige Zeit mehr in Anspruch nahm als sonst», erklärt Regierungssprecher Peter Buri auf Anfrage. Die Aargauer Resultate zu den Abstimmungen und die Resultate der Bezirks- und Kreisbehörden konnten deswegen erst relativ spät publiziert werden – vor allem wegen letzteren: «Die Auszählung von Bezirks- und Kreiswahlen, bei denen es jeweils um sechs bis acht Sitze geht, war für die Gemeinden besonders aufwendig», so Buri. Zu früh wurden denn auch keine Resultate publiziert. Zum zweiten Mal galt eine Sperrfrist von 12 Uhr für die Publikation der Ergebnisse. Wie bereits im Februar hielten sich laut Peter Buri die Aargauer Gemeinden auch an diesem Abstimmungssonntag an die bundesrätliche Verordnung. Auch Nachzählungen mussten am Super-Sonntag keine durchgeführt werden.

Website überlastet: Kanton will künftige Ausfälle verhindern

Zu einer kleinen Panne kam es am Monster-Abstimmungssonntag trotzdem. Am frühen Nachmittag meldete die Staatskanzlei Probleme mit der Informatik, auf der Website des Kantons konnten die Resultate nicht mehr publiziert werden. Auch das könnte eine Folge des grossen Interessen an den Abstimmungen sein: «Gemäss jetzigem Kenntnisstand führten Serverüberlastungen zu Problemen bei der Resultatpublikation», so Buri.

Die Probleme hätten ausschliesslich bei der Web-Technologie gelegen, die Resultatermittlung sei nicht betroffen gewesen. Laut Buri wird das Problem nun dennoch angegangen. «Die Staatskanzlei wird mit der zuständigen IT Aargau die genauen Ursachen analysieren und entsprechende Massnahmen treffen, um künftig gegen solche Ausfälle besser gewappnet zu sein.»

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