Eis und Kälte

Stürze und Knochenbrüche führen zu Hochbetrieb in Aargauer Spitälern

Wegweiser zum Kantonsspital Aarau: In den letzten Tagen mussten wegen Eis und Kälte überdurchschnittlich viele Menschen in die Notfallstation.

Wegweiser zum Kantonsspital Aarau: In den letzten Tagen mussten wegen Eis und Kälte überdurchschnittlich viele Menschen in die Notfallstation.

Wegen des kalten Wetters sowie eisigen Wegen und Strassen haben die beiden Aargauer Kantonsspitäler in Aarau und Baden mehr zu tun. Ins Spital mussten aber längst nicht nur Leute, die sich wegen eines Sturzes einen Knochen gebrochen haben.

In den beiden Aargauer Kantonsspitälern sind allein an den letzten zwei Tagen über 70 Personen wegen Stürzen und Knochenbrüchen behandelt worden. Das berichtet Tele M1 (siehe Video). 

«Leute sind ausgerutscht, sind gestürzt, es hat aber auch leichte Verkehrsunfälle gegeben», sagt Ulrich Bürgi, Chefarzt Notfallzentrum des Kantonsspitals Aarau. «Dann hat es aber auch viele ältere Leute, die krank geworden sind wegen des Kälteeinbruchs.» Dazu kamen Grippekranke.

Hochbetrieb in den Spitäler wegen Eis

Hochbetrieb in den Spitäler wegen Eis

Am Dienstag hatte das KSA relativ viele Herzanfall-Patienten. «Wahrscheinlich durch die grosse Kälte», so Bürgi. Hintergrund: Kälte kann sich auf das Herz negativ auswirken und im Extremfall zu einem Herzinfarkt mit Todesfolge führen. Wegen tiefen Lufttemperaturen können sich Blutgefässe stark verengen. Das Herz muss das Blut dann gegen einen erhöhten Widerstand in die Blutgefässe pumpen. Bei einer Vorerkrankung des Herzens kann das zu einer gefährlichen Überlastung des Herzmuskels führen. 

Das Wetter bleibt kühl – zumindest bis Freitag, 2. Januar 2015. Vorsicht ist also weiterhin geboten – für Verkehrsteilnehmer, Fussgänger oder Herzkranke. (az)

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