Gemeinderanking
Studie zeigt: In Meisterschwanden lebt es sich am schönsten

Das knapp 2700 Einwohner zählende Meisterschwanden am Hallwilersee ist die attraktivste Gemeinde im Kanton Aargau und verdrängt damit die Nachbargemeinde Seengen im diesjährigen Weltwoche-Ranking vom Spitzenplatz.

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In Meisterschwanden lässt es sich gut leben

In Meisterschwanden lässt es sich gut leben

Toni Widmer

Gesamtschweizerisch hat sich Meisterschwanden gegenüber dem Vorjahr vom 116. auf den 43. Rang hochgearbeitet. Das geht aus dem diesjährigen Gemeinderanking heraus, welches das Zürcher Beratungsunternehmen IAZI im Auftrag der «Weltwoche» erstellt hat.

Die Seetaler Gemeinde erweist sich als besonders dynamisch in der Entwicklung von Wohnraum und Bevölkerung. In diesem Bereich liegt sie im nationalen Vergleich auf dem 11. Platz.

«Wir hatten in den letzten Jahren viele Neuzuzüger, die aus Zürich kamen», schildert Gemeindeammann Kurt Kaufmann in der «Weltwoche». Kaum verwunderlich, wirbt Meisterschwanden doch mit dem Slogan «sonnig. ruhig. attraktiv».

Einen grossen Sprung nach vorne schaffte Meisterschwanden bei der Benotung der Arbeitsplatzsituation und kletterte in dieser Kategorie von Rang 436 auf 110.

Seengen abgerutscht, Baden auf Platz 4

Nachbargemeinde Seengen hingegen ist vom 45. auf den 77. Platz abgerutscht und ist damit innerhalb des Kantons Aargau nur noch auf Platz 5.

Nicht weit hinter Meisterschwanden findet sich Oberwil-Lieli (Platz 48), das seinen Platz in der Rangliste einer guten Sozialstruktur verdankt. Diese wird durch Faktoren wie Bildungsgrad, berufliche Position und Einkommen der Einwohner bestimmt.

Deutlich zugelegt hat auch Würenlos (von 97 auf 54). Die Stadt Baden (70) ist immerhin die viert-attraktivste Aargauer Gemeinde. Zum Vergleich: Kantonshauptstadt Aarau liegt gesamtschweizerisch auf dem 187., Wettingen als bevölkerungsreichste Gemeinde auf dem 182. Platz.

Kader wohnt in Bergdietikon

Die unattraktivste Aargauer Gemeinde ist Gontenschwil im oberen Wynental. Sie liegt gesamtschweizerisch auf dem 819. Platz. Die Gontenschwiler schafften es mit knapp über 2000 Einwohnern allerdings nur knapp ins Ranking. Denn bewertet wurden nur die 876 Gemeinden in der Schweiz mit über 2000 Einwohnern.

Betrachtet man nur den Anteil der Bevölkerung in einer führenden oder selbständigen Position, so liegt erstaunlicherweise Bergdietikon gesamtschweizerisch auf dem 2. Platz. Jeder fünfte Bergdietiker arbeitet in einer Kaderfunktion oder ist selbständig.

Attraktivste Gemeinde überhaupt ist ist das Zugerische Hünenberg. Es hat Cham vom Spitzenplatz verdrängt. Schlusslicht bildet die Solothurner Gemeinde Gerlafingen. (cze)