Alles dreht sich. Runde um Runde: die Ponys im Streichelzoo, die Stuntfahrer im E-Mobil-Parcours, die Journalisten auf dem Riesenrad. Erst aus rund 30 Metern Höhe wird nämlich ersichtlich, wie gross das Festgelände auf dem Flugplatz Birrfeld tatsächlich ist. Von dort bietet sich ein Blick auf den Strompark, auf die meterlangen Schlangen vor den Essensständen, auf die Gewitterwolken, welche den Flugplatz am Sonntagnachmittag immer schneller und von allen Seiten her einengen. Und während kurz darauf die ersten Tropfen fallen, erzählt Moderator Nik Hartmann dem Publikum voller Elan, wie der Arbeitsalltag eines Netzelektrikers aussieht.

Zum hundertjährigen Firmenjubiläum organisierte die AEW Energie AG ein Volksfest für die ganze Familie, lockte damit während dem vergangenen Wochenende rund 17 000 Besucherinnen und Besucher auf den Flugplatz Birrfeld. Diese genossen das Rahmenprogramm, liessen sich auch von den kurzen Regenschauern die Festfreude nicht nehmen.

Doris Leuthard eröffnet Fest

Eine runde Sache – das ist nicht nur der Geburtstag der Traditionsfirma, das war auch das Jubiläumsfest auf dem Birrfeld. Vor vier Jahren bereits habe man mit der Planung begonnen, erzählt CEO Hubert Zimmermann: «Mit diesem Fest wollen wir dem Aargau und der Bevölkerung etwas zurückgeben. Wir wollen nicht uns oder unsere Firma zelebrieren – es sollen alle etwas davon haben.» Man habe sehr eng mit den Organisatoren des Argovia Fäschts zusammengearbeitet, die am kommenden Wochenende erneut Zehntausende auf den Flugplatz Birrfeld locken werden.

So ergaben sich diverse Synergien bezüglich der Gelände- und Gebäudenutzung. Bereits am vergangenen Donnerstag wurde das Festzelt mit einer firmeninternen Feier eingeweiht, am Freitag dann die offizielle Eröffnung durch Bundesrätin Doris Leuthard und den Aargauer Regierungsrat und Energiedirektor Stephan Attiger. Dabei zeigte die «Aargauer» Bundesrätin auch ihre musikalische Ader, dirigierte das Aargauer Symphonie Orchester, welches die Eröffnung musikalisch untermalte.

Strom in allen Variationen

Auf dem Festgelände wurde den Besuchern schliesslich ein Potpourri aus verschiedenen Spielen, Shows und Aktivitäten geboten. Im Strompark hatten vor allem Kinder die Möglichkeit, sich spielerisch der Thematik Elektrizität anzunähern und dabei sogar noch bares Geld zu sparen. Denn jeder erspielte «Strombatzen» stand für einen Rabatt beim Essenskauf. Die Wanderung über die Hochseilbrücke war ein wortwörtlicher Drahtseilakt und bot genauso Unterhaltung wie die Darbietung der «Physikanten», welche den Zuschauerinnen und Zuschauern eine humoristische und nicht allzu wissenschaftliche Vorlesung darboten.

Das Jubiläumsfest zeigte eindrücklich, was Strom heute alles kann. Es zeigte unfreiwillig aber auch, was Strom heute noch nicht kann. Die Stunt-Show mit Elektromobil und Rollerskates, sie wäre mit Benzinmotoren wohl eindrücklicher und spektakulärer gewesen.

Natürlich gilt: Kein Volksfest ohne Festwirtschaft. Diese fehlte auch am vergangenen Samstag nicht und fiel weitaus luxuriöser aus, als man sich dies normalerweise gewohnt ist. Sie bot nicht nur Schutz vor dem Regen, sondern auch genügend Bier und Bratwurst für die enormen Besucherströme. So wurde vor allem am Samstagabend gegessen, gesessen und getrunken bis zur Schliessung des Festgeländes. Runde um Runde. Und alles drehte sich.

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