Strassenlärm
Der Kanton Aargau signalisiert neue, leise Strassenbeläge besser

Der Kanton Aargau setzt im Innerortsbereich seit Jahren auf lärmarme Beläge gegen Strassenlärm. Auf dieses Engagement weisen seit diesem Sommer entsprechende Infotafeln hin. Sie werden aufgestellt, wenn eine Kantonsstrasse mit einem solchen Belag saniert wurde.

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Der Kanton Aargau setzt seit Jahren auf lärmarme Beläge. Nun signalisiert er diese auch entsprechend. Wie hier in Münchwilen.

Der Kanton Aargau setzt seit Jahren auf lärmarme Beläge. Nun signalisiert er diese auch entsprechend. Wie hier in Münchwilen.

Bild: Kanton Aargau

Strassen bringen im Normalfall Lärm mit sich. Verkehrsteilnehmer wie Autos, Töffs und Lastwagen können ganz schön laut. Deshalb setzt der Kanton Aargau seit einigen Jahren nicht nur auf Funktion und Gestaltung, wenn er neue Strassen baut. Sondern eben auch auf den Lärmschutz. In einer Mitteilung schreibt der Kanton: «Lärmarme Beläge sind ein hochwirksames Mittel, um eine möglichst flächendeckende Lärmreduktion erreichen zu können.»

Dejan Milo, Leiter Fachstelle Lärmsanierung, erklärt: «Unsere Infotafeln werden zeitnah nach Bauvollendung aufgestellt. Sie sollen den Lärmbetroffenen und den Nutzern der Strasse das Engagement des Kantons in diese Umweltschutzmassnahme aufzeigen.» Nach dem Abschluss der Bauarbeiten werden deshalb die Baustellentafeln für einige Wochen durch die neuen Infotafeln «Leiser Belag» abgelöst. Aktuell stehen die Infotafeln in Schafisheim (K 379) und ab Mittwoch auch in Oftringen (K 235).

Bereits 82 Kilometer lärmarme Strassenbeläge im Kanton

Seit 2012 werden lärmarme Strassenbeläge der aktuellen Generation im Kanton Aargau eingesetzt. Per Ende 2020 wurden sie auf den Kantonsstrassen bereits auf einer Streckenlänge von rund 82 Kilometern eingesetzt. Die initiale Lärmreduktion gegenüber einem herkömmlichen Asphaltbelag beträgt durchschnittlich rund sechs Dezibel.

Dies ist energetisch gleichzusetzen mit einer Reduktion der Verkehrsmenge von rund 75 Prozent. Je nach Ausgangsbelag kann die anfängliche Schallreduktion im Extremfall bis zu 10 Dezibel betragen, was einer Reduktion der Verkehrsmenge von 90 Prozent entspricht. (az)

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