Bei der Altachen handelt es sich um ein öffentliches Gewässer. «Die statische Überprüfung des überdeckten Teils bei der Rotfarbstrasse ergab einen dringenden Handlungsbedarf für eine Sanierung», wie Bauverwalter Werner Ryter erklärt. Der lamentable bauliche Zustand dulde keinen Aufschub. Der betroffene Abschnitt befindet sich in den Zustandsklassen 4 (sehr schlecht) und 5 (alarmierend). Bereits musste eine vorsorgliche Gewichtsbeschränkung erlassen werden.

Der Einwohnerrat sprach am 20. Juni 2016 einen Kredit von 972'000 Franken. Die Stadt schiesst diesen Betrag vor, anschliessend wird mit allen beteiligten Grundeigentümern abgerechnet. Auf die Stadt Zofingen entfallen 15,34 Prozent, auf den Kanton Aargau 25,56 Prozent und auf die Swiss Life AG 59,10 Prozent (Eigentümerin der involvierten Liegenschaften).

Nach der Rechtskraft des Beschlusses des Stadtparlamentes wurde das Projekt verfeinert und die Submission durchgeführt. Die kantonale Zustimmung zum Projekt liess wegen eines Gebührenstreits (Gewässernutzung) lange auf sich warten. Nun sind alle formalrechtlichen Voraussetzungen erfüllt und dem Baubeginn stand nichts mehr im Wege. Dieser ist erfolgt.

Bauverwalter Werner Ryter steht auf dem überdeckten Teil der Altachen.

Bauverwalter Werner Ryter steht auf dem überdeckten Teil der Altachen.

Sechs Etappen

Es wird von Westen nach Osten gearbeitet. Es sind mehrere Firmen involviert, und der Ablauf gestaltet sich wie folgt: Die Decke des eingedolten Baches wird freigelegt und anschliessend abgebrochen. Hierauf werden die Wände und die Auflager für die Decke instand gestellt. Die Deckenelemente werden vorfabriziert, auf die Baustelle transportiert und anschliessend versetzt. Dann wird die Oberfläche wieder hergestellt. Diese Arbeitsvorgänge wiederholen sich in sechs Etappen. In einzelnen Etappen werden zudem auch noch Werkleitungen und Schächte neu erstellt.

Die Bauarbeiten bedingen bei der Rotfarbstrasse eine zeitweilige Teilschliessung (Juli und August). Es wird ein Einbahnregime eingerichtet. Werner Ryter: «Die Bauarbeiten sollen – gutes Wetter vorausgesetzt – im Herbst abgeschlossen werden können.»