Strassenbau

Strassen im Kanton Aargau werden zunehmends mit recyceltem Baumaterial saniert

In Zukunft sollen im Kanton Aargau vermehrt rezyklierte Baumaterialien verwendet werden.

Der Kanton Aargau möchte Vorbild sein für den Einsatz von Recyclingbaustoffen im Strassenbau. Anhand eines Pilotprojekts zeigt der Kanton auf, dass sich Recyclingbaustoffe für die Errichtung von Strassen eignen.

Recyclingmaterial kann problemlos eingesetzt werden – im Tief- und Hochbau. Das teilt das Departement für Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau mit. Gemäss einer Mitteilung beabsichtigt der Kanton, eine Vorbildfunktion bei der Förderung und beim Einsatz von Recyclingbaustoffen im Strassenbau und -unterhalt einzunehmen.

Bereits heute würden recycelte Materialien beim Strassenbau im Aargau gefördert: Bei Ausschreibungen werde ein hoher Recyclinganteil mit einer besseren Bewertung honoriert. Auch würden – nach eigenen Angaben des Kantons – bei Strassenbelägen teilweise einen höheren Recyclinganteil zugelassen, als dass dies die Schweizer Norm vorsieht.

Pilotprojekt in Würenlos

Gemeinsam mit dem Verband der Kies- und Betonproduzenten, dem Baumeisterverband und Baustoffrecycling Schweiz startete der Kanton Aargau im Frühjahr 2018 ein Projekt in Würenlos. An einer Baustelle sollte aufgezeigt werden, was heute mit rezyklierten Baustoffen möglich ist ‒ ohne Abstriche bei der Qualität zu machen. Für das Pilotprojekt wurden zwingend Baustoffe mit hohen Anteilen an Recyclingmaterialien verlangt.

Wie der Kanton mitteilt, habe das Projekt aufgezeigt, dass bei den Baumaterialien mit hohen Recyclinganteilen, alle Anforderungen erfüllt und eine hohe Bauqualität erreicht werden konnte. Als wichtige Erkenntnis hebt das Departement die Tatsache hervor, dass die Materialien mit einem grossen Recyclinganteil nicht aufwendiger zu verarbeiten sind als bisherig verwendete Baumaterialien.

Das Resultat dieses Pilotprojekt zeigte zudem, dass beim Betonbau ebenfalls eine sehr hohe Qualität erreicht werden konnte und somit die verwendeten Baustoffe auch beim Wohnungs- und Industriebau verwendet werden können.

Kanton zieht positives Fazit

Für den Kanton Aargau ist das Resultat des Pilotprojekts ein wichtiger Meilenstein, da in der Praxis aufgezeigt werden konnte, dass bei Strassen-, Wohnungs-, oder Industriebauten in Zukunft vermehrt auf rezyklierte Baustoffe gesetzt werden kann. Diese seien gleichwertig in der Qualität und dem Arbeitsaufwand.

Aus diesem Grund werde das Tiefbauamt des Kantons, nach eigener Mitteilung, in Zukunft im Strassenbau, sowie der Erstellung von Velo- und Fussgängerwegen, vermehrt auf den Bau mit rezyklierten Baumaterialien setzen. (kca)

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