Aarburg
«Strafanträge zu gering»: Tierschützer sammeln erneut Unterschriften gegen Hundemörder

Bereits über 8000 Unterschriften: Mit einer erneuten Online-Petition zu den 2016 in Aarburg ertränkten Hunden machen Tierschützer Druck auf die Richter.

Patrick Furrer
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«Ich bin der Meinung, dass die Strafanträge der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm schlichtweg zu gering sind», schreibt der Tierschutzaktivist Kurt Amsler in seinem Petitionsbrief an das Obergericht. Online hat der bekannte Unterwasserfotograf in Namen von «Animal Rights Switzerland/France» erneut bereits über 8300 Unterschriften gesammelt, damit das portugiesische Ehepaar, das im September 2016 zwei Rehpinscher in der Aare «entsorgt» hat, mit der Höchststrafe gemassregelt werde. Eine erste Petition an die Staatsanwaltschaft war auf 13 000 Unterschriften gekommen. Für die neue Petition hat sich Tierschützer Amsler ein Ziel von mindestens 10 000 gesetzt. «Wir übernehmen Verantwortung, weil Tiere selbst keine Stimme haben», erklärte er dazu kürzlich dieser Zeitung.

Nach über einem Jahr erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage gegen das Halterpaar: Sie beschuldigt den 37-jährigen Portugiesen und dessen 33-jährige Ehefrau unter anderem der mehrfachen Tierquälerei und falschen Anschuldigung. Für die Frau fordert die Staatsanwaltschaft eine bedingte Freiheitsstrafe von zwölf Monaten und eine Busse von 2000 Franken. Sie soll ihren Mann zur Tat gedrängt haben. Die Anträge für den Beschuldigten wird die Staatsanwaltschaft erst an der Hauptverhandlung bekannt geben. Für Tierquälerei sieht das Gesetz eine Maximalstrafe von drei Jahren Haft vor. Den Tierschützern ist dies zu wenig. Tatsache sei, so Kurt Amsler: «Wer in der Schweiz Tiere quält, wird in der Regel zu milde bestraft.» Nur mit konsequentem Strafvollzug könnten potenzielle Tierquäler von Taten wie der Hundetötung in Aarburg oder dem «Wildschweinmord Böttstein» abgehalten werden.

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