Innerhalb der Vereidigung von zwei Polizeischulen - insgesamt wurden 37 Aspiranten zu Polizistinnen und Polizisten erkoren - verabschiedete das Polizeikorps und Regierungsrat Urs Hofmann am Freitagnachmittag auf Schloss Lenzburg den scheidenden Kommandanten Stephan Reinhardt. «Mir ist die Entscheidung des Rücktritts nicht leicht gefallen. Ich danke dem Regierungsrat für das mir entgegengebrachte Vertrauen», sagte Reinhardt.

Nachdem er die Fahne des Polizeikorps an Hofmann übergeben und der sie weiter an den Polizeikommandanten ad interim, Urs Winzenried, gegeben hatte, wandte sich auch der Regierungsrat an die Anwesenden.

Stabsübergabe: Stephan Reinhardt gibt sein Amt als Aargauer Polizeikommandant ab. Welche Jobchancen hat er?

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Reinhardt wurde akzeptiert

Hofmann war in erster Instanz froh, dass Urs Winzenried die Lücke des Kommandanten vorübergehend schliesst. Und an Reinhardt gewandt meinte er: «Manchmal verläuft das Leben anders, als man sich das wünscht. Der gesamte Regierungsrat ist betrübt über Ihren Abgang.» Reinhardt habe grosses Engagement gezeigt und von überall grosse Akzeptanz erhalten.

«Der Kanton Aargau hatte den richtigen Mann als Kommandanten für die vergangenen vier Jahre», führte Hofmann aus. Denn er habe eine anspruchsvolle Aufgabe kompetent gemeistert. «Es fiel mir schwer, diesen Rücktritt zu akzeptieren», sagte Hofmann und schüttelte Reinhardts Hand zum Abschied. Darauf folgte für den ehemaligen Kommandanten ein gebührender Applaus der Anwesenden, der beinahe nicht mehr enden wollte.