Wernli AG
Stellenabbau wegen fehlendem Rahmenabkommen: Aargauer SVP widerspricht Firmenbesitzer

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Die Wernli AG baut in Rothrist 25 Stellen ab und verlegt einen Teil der Produktion nach Ungarn.

Die Wernli AG baut in Rothrist 25 Stellen ab und verlegt einen Teil der Produktion nach Ungarn.

Screenshot Google Maps

Die Wernli AG aus Rothrist lagert 25 Arbeitsplätze nach Ungarn aus. Grund ist laut Unternehmer Felix Schönle das fehlende EU-Rahmenabkommen. Ab Ende Mai 2020 erhalten Schweizer Medizinaltechnik-Firmen für ihre Produkte, die in der Schweiz zugelassen sind, im EU-Raum keine automatische Zertifizierung mehr.

In einer Mitteilung kritisiert die SVP Aargau diese Darstellung als einseitig. Die EU verweigere die Anpassung des bilateralen Abkommens über technische Handelshemmnisse, um die Unterzeichnung des Rahmenabkommens zu erzwingen. «Dieses Vorgehen der EU ist eigentlich völkerrechtswidrig», schreibt die SVP. Aus ihrer Sicht solle die Schweiz mit der Verweigerung der sogenannten Kohäsions- Milliarde für osteuropäische EU-Länder reagieren. Die Zahlung solle erst erfolgen, wenn die EU die Schweiz nicht diskriminiere, findet die SVP.

Die Wernli AG könnte ausserdem ihre Produkte in der EU oder über die amerikanische Stelle FDA zertifizieren lassen, schlägt die SVP Aargau weiter vor. Diese Zertifizierung könnte die Schweiz dann akzeptieren, so dass hier keine zusätzliche Prüfung mehr nötig wäre. (fh)