Niederlenz

Stein in Fensterscheibe geschleudert: «Mama, lass uns hier wegziehen!»

Loch in Fensterscheibe: Deutsche Familie wird Opfer eines Steinwurfs

Steinwurf: Schürt Fussball Fremdenhass?

Diese Frage stellt sich die Familie Bormann aus Niederlenz. Sie haben eine deutsche Flagge gehisst und nun klafft ein Loch in ihrem Fenster.

Familie Bohrmann aus Niederlenz ist fassungslos, als sie am Montag ein rund ein Zentimeter grosses Loch in ihrer Fensterscheibe entdeckt. Die Polizei vermutet, dass die Familie wegen der am Balkon aufgehängten Deutschlandflagge Opfer eines Steinwurfs wurde.

Eigentlich verfolgt die deutsche Familie aus Niederlenz, wie viele, mit Freude die Fussball-Europameisterschaft in Frankreich. Ihre Begeisterung drückt sie mit einer Deutschen und einer Schweizer Flagge an ihrem Balkon aus.

Am Montag nun bemerkte die Familie plötzlich ein rund ein Zentimeter grosses Loch in einer Fensterscheibe, wie Tele M1 am Dienstag berichtete. 

Der Stein hätte ihn am Kopf treffen können

Zum Zeitpunkt der Tat war die Familie Bormann nicht zu Hause, dennoch sitzt die Angst noch immer tief. Bormanns Tochter ist verängstigt: "Sie sagte, ‹Mama, lass uns hier wegziehen.›"

Dank der Doppelverglasung ist nur eine Scheibe durchgeschlagen worden. Zum Glück, wie Mutter Angelika Bormann findet: "Wenn der Stein durchgegangen und mein 10-jähriger Sohn in seinem Zimmer gewesen wäre, hätte der Stein ihn am Kopf treffen können."

Ist Deutschlandflagge der Grund dafür?

Die Familie und die Polizei rätseln nach wie vor, wer hinter dem Steinwurf stecken könnte. Schliesslich hängt neben der Deutschlandflagge auch eine Schweizerfahne. Angelika Bormann glaubt dennoch, dass die deutsche Flagge den Steinwerfer zur Tat animierte. "Wir haben keinen Streit in der Nachbarschaft", versichterte sie.

Die Polizei vermutet, dass der Stein mit einer Steinschleuder abgefeuert wurde. Anders sei ein Loch von solch einer Dimension kaum möglich.

Die Familie hat bei der Polizei Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht und hofft, dass sie die restliche Europameisterschaft friedlich verfolgen kann. Ein mulmiges Gefühl bleibt allerdings.

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