Wie die «Schweiz am Sonntag» berichtete, sind unter elf Namen auf der SVP-Bundesratsliste auch zwei Frauen. Erstens: Die Zürcher Alt-Regierungsrätin Rita Fuhrer, die jedoch zu «10 vor 10» sagte, sie stehe «definitiv» nicht zur Verfügung. Wem der zweite Frauenname gehöre, sei zwar «unklar», doch deute «einiges» auf die Aargauer Nationalrätin Sylvia Flückiger-Bäni hin.

Hat der Aargau also nebst Müllereiunternehmer Hansjörg Knecht aus Leibstadt mit der Holzunternehmerin aus Schöftland eine zweite Bundesratshoffnung? Ernst Hasler, Aargauer Alt-Regierungsrat und Präsident der SVP-Findungskommission, sagt dazu nur, die Kommission bestehe «auf der Vertraulichkeit, die sie den Kandidaten zugesichert hat». Den Beteiligten stehe es «aber natürlich frei, sich zu äussern».

Die az erreicht Flückiger am Sonntagnachmittag telefonisch. Weder dementiert noch bestätigt die 63-Jährige die Recherchen der «Schweiz am Sonntag». Sie sagt: «Es gibt eine Zeit zum Reden und es gibt eine Zeit zum Schweigen. Im Moment ist bei mir eine Zeit des Schweigens.»

2007 wurde die Vizepräsidentin des Aargauischen Gewerbeverbands in den Nationalrat gewählt, heuer wurde sie mit 78'000 Stimmen im Amt bestätigt. Am 20. November soll die SVP-Bundeshausfraktion ihre Bundesratskandidaten nominieren. (rio)