Mandach wird in der Statistik mit 16,1 Straftaten pro 1000 Einwohner geführt; Spreitenbach kommt auf einen Wert von 11,2. Unangefochtener kantonaler Spitzenreiter in dieser Sparte ist die Stadt Aarau mit 31 Straftaten, gefolgt von der Stadt Baden (26,3) und den Gemeinden Koblenz (19,9), Lenzburg (17,7), Burg (17,1), Mandach (16,1) Neuenhof (15,3), Würenlos (14,0) Schafisheim 13,4), Rheinfelden (12,8) Wohlen (12,6) und Spreitenbach (11,2).

In Mandach wird vermutet, dass der statistische Ausreisser damit zu tun hat, dass sich auf dem Rotberg ein beliebter Jugendtreffpunkt befindet, der die Zahlen in die Höhe schnellen liess.

Selbst das Bundesamt für Statistik räumt ein, dass die Prozentzahlen - insbesondere bei kleinen Fallzahlen wie Mandach - nicht überinterpretiert werden dürfen, da bereits kleine Veränderungen zu grossen prozentualen Differenzen führen können.

Ein Blick zurück auf die Statistik 2012 zeigt denn auch eine saubere Mandacher Null bei den Straftaten gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Im Betäubungsmittel-Vergleich der Kantone liegt der Aargau mit 4792 gemeldeten Taten und einer Häufigkeitszahl von 7,6 Taten auf 1000 Einwohner im hinteren Drittel der Tabelle. Gegenüber dem Vorjahr haben die Taten gegen das Betäubungsmittelgesetz um 10 Prozent abgenommen. Besser stehen nur die Kantone Schwyz, Zürich (ohne die Städte Zürich und Winterthur), Luzern, Nidwalden, Uri, Appenzell-Ausserrhoden, Basel-Landschaft, Appenzell-Innerrhoden und Obwalden da.

Laufenburg mit Ausreisser

Grotesk sind auch die Zahlen der gemeldeten Taten gegen das Strafgesetzbuch (Taten gegen Leib und Leben, das Vermögen, den Ehre-, Gemein- und Privatbereich, die Freiheit, gegen die öffentliche Gewalt und gegen die Rechtspflege). Im kantonalen Ranking schwingt der Bezirk Laufenburg mit 130,7 Taten pro 1000 Einwohner weit obenaus. Das Schlusslicht trägt der Bezirk Muri mit 27,3 Taten.

Dass der Bezirk Laufenburg einen derart krassen «Vorsprung» auf die anderen Bezirke hat, liegt an der Gemeinde Frick respektive am mutmasslichen Anlagebetrug der ehemals in Frick ansässigen Firma ASE Investment. 2012 fanden in der Gemeinde Frick 606 Anzeigen pro 1000 Einwohner Eingang in die kriminalstatistischen Bücher des Bundes; 2013 waren es immer noch 598,6 Fälle.

Dritte Rubrik der polizeilichen Kriminalstatistik des Bundes sind die Taten gegen das Ausländergesetz. Einsamer Aargauer Spitzenreiter ist der Bezirk Aarau mit 20,9 Taten pro 1000 Einwohner. Der Bezirk Zofingen wird mit 3,2 Taten geführt, der Bezirk Brugg mit 2,5 und Rheinfelden mit 2,4. Die tiefsten Zahlen verzeichnen die Bezirke Bremgarten und Muri mit je 0,9 Taten pro 1000 Einwohner.

Tiefer als 2012, aber höher als 2011

Gesamthaft wurden 2013 in der Schweiz 475 077 Fälle mit 725 687 strafrechtlich relevanten Handlungen an das Amt für Statistik in Bern übermittelt. Von diesen Straftaten entfielen 79 Prozent auf das Strafgesetzbuch, 13 Prozent auf das Betäubungsmittelgesetz, 6 Prozent auf das Ausländergesetz und 2 Prozent auf verschiedene Bundesnebengesetze.

Die Anzahl der verzeigten Straftaten ist gegenüber 2012 um 3,3 Prozent zurückgegangen, liegt aber immer noch 4,7 Prozent höher als 2011 respektive 10,5 Prozent höher als 2010.

In der polizeilichen Kriminalstatistik nicht berücksichtigt sind Widerhandlungen gegen kantonale Gesetze sowie gegen das Strassenverkehrsgesetz.