Die Volksschule Aargau stehe im ersten Jahr nach der vollständigen Umsetzung der Strukturreform, teilte das kantonale Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) am Montag mit. Vor den Sommerferien hatten die letzten Schüler die Volksschule nach vier Jahren Oberstufe abgeschlossen.

Die Schule Aargau gliedert sich neu in einen zweijährigen Kindergarten, sechs Jahre Primarschule und drei Jahre Oberstufe. Ab Schuljahr 2018/19 gilt nach einer mehrjährigen Übergangsfrist für den Kindergarteneintritt der Vierjährigen der Stichtag 31. Juli.

Auch bei der Mindestgrösse der Bezirksschule besteht eine Übergangsfrist. Bezirksschulen umfassen künftig mindestens sechs Abteilungen. Bezirksschulen mit weniger als sechs Abteilungen können längstens bis Ende Schuljahr 2021/22 weitergeführt werden. Sie müssen jedoch mindestens drei Abteilungen umfassen.

75'000 Kinder gehen im Aargau zur Schule

75'000 Kinder gehen im Aargau zur Schule

Laut Bildungsdirektor Hürzeler gehen jährlich 1000 Kinder mehr zur Schule. Das führt zu neuen Schulhäusern, neuen Pensen und höheren Kosten.

Für Real- und Sekundarschulen gilt weiterhin, dass sie in Oberstufenzentren zusammengefasst werden können. Sie müssen mindestens sechs Abteilungen umfassen. Eine einzelne Schulanlage umfasst mindestens drei Abteilungen.

Begehrte Berufsmaturität

Mit der Berufslehre starteten in diesen Tagen 6014 Jugendliche, praktisch gleich viele wie im Vorjahr. 971 Lernende wollen gleichzeitig die Berufsmaturität erreichen. Das sind 6,5 Prozent mehr Jugendliche als im Vorjahr.

Damit bestätigt sich gemäss BKS ein weiteres Mal, dass die Berufsmaturität im Aargau äusserst beliebt ist. Die Berufsmaturitätsquote lag 2016 im Kanton mit 16,9 Prozent über dem Schweizer Durchschnitt von 15,1 Prozent. Erstmals lag die Berufsmaturitätsquote 2016 im Aargau über der gymnasialen Maturitätsquote von 15,9 Prozent.