Ankündigung

Ständeratswahlen: Marianne Binder tritt nochmals an

In Stein nominiert: Marianne Binder.

In Stein nominiert: Marianne Binder.

Die Aargauer CVP-Präsidentin Marianne Binder will im Ständeratswahlkampf als Mitte-Kandidatin auftrumpfen.

Rund 90 Delegierte der CVP Aargau begrüssten am Dienstagabend in Stein «ihre» Matadore, die Nationalrätinnen Ruth Humbel und Marianne Binder, Wahlkampfleiter Andre Rotzetter und Parteisekretärin Barbara Totzke mit stehenden Ovationen.

Im Unterschied zu anderen traditionellen bürgerlichen Parteien hatten sie Grund zum Feiern: Es ist der CVP gelungen, den jahrelangen Abwärtstrend zu stoppen, sogar leicht zuzulegen, und einen Nationalratssitz zurückzuholen. Sie sei überzeugt, dass man den Turnaround geschafft habe, gab sich Binder unter Applaus überzeugt, nachdem die CVP zugelegt und die Unterlisten – vorab die Bauernliste – zusätzliche Stimmen gebracht haben.

Vier von fünf Wahlzielen habe die Partei erreicht, sagte Präsidentin Binder. Man habe Wählerinnen und Wähler gewonnen, möglichst viele CVPler mobilisiert, den Wähleranteil gesteigert, einen Nationalratssitz zurückerobert. Am Dienstagabend ging es darum, ob – und wenn ja, wie – man das fünfte Ziel erreichen könne, nämlich einen Ständeratssitz zu gewinnen.

Fraktionschef Alfons P. Kaufmann schlug erwartungsgemäss vor, nochmals mit Marianne Binder anzutreten. Aus der Erfahrung würden die meisten Wählenden beim Ständerat beide Linien nutzen. Gewiss schreibe jede Person zuerst die Kandidatur «ihrer» Partei auf. Jetzt gelte es daher, möglichst viele Menschen davon zu überzeugen, auf einer der beiden Linien auf dem Wahlzettel vom 24. November den Namen Marianne Binder zu schreiben, warb Andre Rotzetter.

Ihre – vorsichtigen – Berechnungen haben laut Kaufmann gezeigt, dass Binder als Kandidatin der Mitte mit ihrer Persönlichkeit, Konsensfähigkeit, als Frau und Mutter Erfolg haben könne. Einen Pakt mit einer anderen Partei gehe man nicht ein, man sei auf Stimmen aus allen Parteien angewiesen, sagte er.

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Die CVP gehört zu den Wahlsiegern. Ein Gefühl, dass die Partei erst wieder lernen muss. Mit einer Feier am Sonntagabend in Baden unternahm sie einen ersten Versuch. Im Zentrum Marianne Binder, die frischgewählte Nationalrätin und ihr Vater Anton Keller.

Rotzetter zeigte sich von der Chance überzeugt, die nach dem Rückzug von Cédric Wermuth noch besser geworden sei: «Wir werden diesen Sieg holen.» Binder freute sich sichtlich und betonte, sie trete nicht gegen jemanden an, sondern um einen Sitz zu gewinnen. (mku)

Die Bilder vom Aargauer Wahlsonntag:

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