Es wurde nichts mit der Verwahrung des Aargauers Carlos. Simon Burger von der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm kam mit seinem Antrag vor dem Aargauer Obergericht nicht durch

Laut verschiedenen Gutachten besteht ein Risiko von 60 Prozent, dass er nach der Freilassung rückfällig wird. Burger: "Das ist, wie wenn Sie russisches Roulette mit drei oder vier Kugeln spielen." "Eine Freilassung kann niemand wollen."

Burger ist überzeugt: "Er wird spätestens in einem Jahr entlassen und er wird dann mit einer Wahrscheinlichkeit von über 60 Prozent innerhalb eines Jahres wieder eine schwere Straftat begehen."

Und was sagt der Aargauer Carlos zum Gerichtsurteil vom Donnerstag? Selbstbewusst lachte der Angeklagte nach der Verhandlung in die Kamera von Tele M1: "Das Recht hat gesiegt."

Carlos ist einer der grössten Wynentaler Ganoven der letzten Jahre – vor allem wegen der Regelmässigkeit, mit der er mit dem Gesetz in Konflikt gekommen ist. 60 Straftaten hat er schon begangen. Staatsanwalt Burger zählt auf: "Versuchte Tötung, schwere Körperverletzung, Raub, Erpressung, etc." Im Jahr 2007 wurde er sogar in Thailand verhaftet, wo er mit dem Messer auf einen Polizisten losgegangen sein soll. In der Schweiz sitzt er seit vier Jahren hinter Gittern.

Auf die Frage des Tele M1-Reporters, ober er nach seiner Freilassung erneut rückfällig wird, sagt Carlos: "Ich heisse nicht Mike Shiva, ich kenne die Zukunft nicht. Aber ich gebe mir alle Mühe."

Das tönt nicht sehr vielversprechend.