Gegenüber 2016 konnte die AKB ihren Jahresgewinn letztes Jahr um 2,4 Prozent steigern. Das Rekordergebnis von 155,4 Millionen Franken aus dem Jahre 2015 konnte allerdings nicht erreicht werden. Der Geschäftsertrag vergrösserte sich minim um 0,6 Prozent auf 386,2 Millionen Franken.

Rückläufig war der Geschäftserfolg, der um 2,7 Prozent auf 189,9 Millionen Franken sank. Beim Zinsgeschäft, dem mit 66 Prozent stärksten Ertragspfeiler der Bank, verzeichnete die AKB einen Einbusse von 5,1 Prozent oder 13,6 Millionen Franken.

Teilweise wettmachen konnte die Bank diese Einbusse in anderen Bereichen. Beim Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft nahm der Erfolg um 3,3 Millionen Franken zu, beim Anlagegeschäft um 2,2 Millionen.

Bei den Ausleihungen an Kunden sowie bei den Kundengeldern verzeichnete die AKB ein Plus von je einer Milliarde Franken. Die Kundenausleihungen konnten damit um 4,7 Prozent auf 21, 8 Milliarden und die Höhe der Kundengelder um 6,1 Prozent auf 16,3 Milliarden Franken gesteigert werden.

infogram: Kennzahlen im Jahresvergleich 2018

Netto-Neugeldzufluss stark gesteigert

Der Netto-Neugeldzufluss erhöhte sich gegenüber 2016 auf 1,5 Milliarden. Dies entspricht einer Steigerung von nicht weniger als 34,7 Prozent. "Wir konnten unseren Fussabdruck deutlich vergrössern", sagte AKB-Direktionspräsident Pascal Koradi am Dienstag vor den Medien in Aarau.

Die Gewinnablieferung an den Kanton Aargau beträgt 96 Millionen Franken, 3 Millionen weniger als im Jahr 2016. Dazu fliessen 11,1 Millionen Franken als Abgeltung für die Staatsgarantie an den Kanton. Zusätzlich zu diesen total 107,1 Millionen Franken profitieren die Kantone Aargau und Solothurn von der AKB in Form von Steuereinnahmen in Höhe von 12,3 Millionen Franken.

AKB mit zweithöchstem Gewinn seit 160 Jahren

AKB mit zweithöchstem Gewinn seit 160 Jahren

145 Millionen Franken hat die Aargauer Kantonalbank letztes Jahr erwirtschaftet. Der Kanton bekommt als Bank-Besitzer 107 Millionen Franken.

2020 soll 200-Millionen-Marke geknackt werdenDer Kanton Aargau darf sich eventuell in Zukunft auf noch mehr Geld seiner Bank freuen. In einem fiktiven Geschäftsbericht für das Jahr 2020 rechnet AKB-CEO Koradi mit einem Jahresgewinn von 200 Millionen Franken. Tritt dies ein, würde die AKB ihren Gewinn innerhalb von nur sieben Jahren verdoppeln.

Allerdings wird die Rechtsform der Bank und die Staatsgarantie auf Grund von zwei Vorstössen im Aargauer Kantonsparlament davor noch einer politischen Überprüfung unterzogen. Entscheide betreffend die Rechtsform, die Staatsgarantie und die Teilveräusserung der Aktien sollen 2019 fallen.

Koradi geniesst das Vertrauen der AKB-Führung

Ein Thema am Rande der Jahresmedienkonferenz war zudem die frühere Tätigkeit des derzeitigen AKB-Direktionspräsidenten Pascal Koradi als Post-Finanzchef. Koradi selber hatte in Interviews bereits vor einiger Zeit erklärt, dass er von den illegalen Buchungen der PostAuto AG nichts gewusst habe.

Pascal Koradi geniesse weiterhin das volle Vertrauen des Bankrates und dasjenige seiner Geschäftsleitungskollegen, kommentierte Bankratspräsident Dieter Egloff die Situation. Die Aufarbeitung des Sachverhaltes habe gerade erst begonnen und daher sei noch vieles unklar.