Um elf Prozent gingen die Einbrüche im Kanton Aargau im 2014 zurück. Die Kantonspolizei hat in diesem Bereich vermehrt Anstrengungen unternommen, wie Kommandant Michael Leupold an der heutigen Medienkonferenz mitteilte. 

Jedoch wollen sich die Ordnungshüter nicht mit dem Erreichten zufrieden geben. Zur weiteren Senkung der Delikte wird derzeit eine Software getestet, mit der Einbrüche quasi vorausgesagt werden können.

Kein Blick in die Glaskugel: So lassen sich mit «Precobs» zukünftige Verbrechen verhindern, noch bevor sie passiert sind.

Kein Blick in die Glaskugel: So lassen sich mit «Precobs» zukünftige Verbrechen verhindern, noch bevor sie passiert sind.

Nach dem Testlauf bis Ende April will die Polizei über die definitive Einführung entscheiden, wie der Aargauer Justizdirektor Urs Hofmann sagte. Dort, wo die Software "Precobs" bereits eingesetzt werde, sei die Zahl der Einbrüche deutlich gesunken. Das Kürzel steht für «Pre Crime Observation System»

Die Software macht sich gemäss Hofmann zu Nutzen, dass die Menschen nach Mustern handeln. Täter kehren wie Pilzsammler oft wieder in jenes Gebiet zurück, in dem sie erfolgreich waren, weil sie wissen, dass es dort etwas zu holen gibt. Dadurch werden sie in einem gewissen Ausmass berechenbar.

Bei der Stadtpolizei Zürich ist die Sofware schon seit Längerem im Einsatz. Dort, wo «Precobs» eingesetzt wurde, liessen sich die Einbruchsdelikte im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent senken, sagte Stadtpolizei-Sprecher Marco Cortesi zum «Tagesanzeiger». (sda/rhe)

Wie «Precobs» genau funktioniert, sehen sie im Beitrag der SRF-Sendung «Einstein»:

Einstein-Bericht zu «Precobs»