Weihnachts-Sammelaktion

Tiefe Dankbarkeit in Ruanda für die grosse Hilfe

Die Spenden, die bei der Weihnachts-Sammelaktion der AZ Medien eintreffen, sind die Haupt­einnahmen des Hilfswerks Margrit Fuchs Ruanda. Aktuell liegen sie bei über 136'000 Franken.

Am 10. Januar dieses Jahres konnte im Campussaal Brugg-Windisch ein Doppeljubiläum gefeiert werden: 30 Jahre Hilfswerk Margrit Fuchs, 25 Jahre Trägerschaft durch die Leserschaft der AZ-Medien.

Der Anlass war innert weniger Tage ausverkauft, Comedy-Star Michel Gammenthaler und Komiker Peach Weber sorgten zusammen mit der Band AZton für eine begeisternde Aufführung. Und da sie ihre Gage dem Hilfswerk zukommen liessen, ergab sich zusammen mit den ungeschmälert überwiesenen Billetteinnahmen ein Reinerlös von rund 30'000 Franken.

Zweckbestimmung der Spenden nach Wunsch

Auch die 25. Sammelaktion im Dezember 2018 verlief höchst erfolgreich: Bis Ende Januar 2019 wurden 750'000 Franken einbezahlt. Eine Spezialität dieser Weihnachtsaktion ist die Möglichkeit, dass die Geber selber bestimmen können, wofür sie ihr Geld in Ruanda einsetzen möchten. Vor einem Jahr wurden folgende Zweckbestimmungen gewünscht: 193'000 Franken für die Betreuung von Waisen und verwahrlosten Kindern, 186'450 Franken für Schulgelder an Kinder aus mittellosen Familien, 141'060 Franken für die Verteilung von Kühen, Ziegen und Schweinen an arme Familien, und 229'490 Franken für weitere Hilfeleistungen, so für eine Mütterstation, für mittellose Spitalpatienten, Ausbildung von Lehrlingen und Lehrtöchtern, Kleinkredite für angehende Berufsleute, Sanierung unmenschlicher Behausungen, und so weiter.

Ruanda: Wahrhaftige Freudentänze

Wahrhaftige Freudentänze

In der ersten Szene: Empfang von tanzenden Müttern beim Besuch der Kantine in Kumukenke, wo die bedürftigsten Kinder nicht nur dreimal pro Woche eine warme Mahlzeit erhalten, sondern auch ihre Mütter angewiesen werden, wie sie etwa Gemüse und Früchte anpflanzen und so für eine bessere Ernährung ihrer Kinder sorgen können. Das zweite Video zeigt die Einweihung der neuen Schule in Kabuga im Bezirk Kamonyi. Über 500 begeisterte Schüler und Schülerinnen tanzen und singen zusammen mit ihren Lehrern zur Begrüssung der Besucher aus der Schweiz.

Seit der Gründung des Hilfswerkes durch Margrit Fuchs konnten im Rahmen der Zeitungs-Weihnachtsaktionen über 13 Mio. Franken für die Bekämpfung der grossen Armut und Not aufgebracht und Tausenden von Kindern und Familien geholfen werden. Ihre Dankbarkeit wie auch die Dankbarkeit der Behörden in Ruanda ist riesig, wie der Stiftungsrat bei seinen Besuchen immer wieder erfahren darf (übrigens: die Verwaltungsräte und der Controller bezahlen diese Besuche samt Flugkosten aus dem eigenen Sack, da prinzipiell auf Verwaltungskosten verzichtet wird).

Das Hilfswerk ermöglicht über 2000 Kindern dank der Schulgeldzahlung den Schulbesuch.

Das Hilfswerk ermöglicht über 2000 Kindern dank der Schulgeldzahlung den Schulbesuch.

Die Weihnachtsaktionen animieren hin und wieder zu Legaten. Diese erlaubten dem Hilfswerk unter anderem den Bau von über 15 Schulhäusern in entlegenen Gebieten, was vielen Kindern den Schulbesuch überhaupt erst ermöglicht. Auch im kommenden Jahr wird durch ein Legat ein Schulhausbau  – Kostenpunkt rund 100'000 Franken – realisiert.

Das Lebenswerk von Margrit Fuchs lebt weiter

Heute wird die 26. Sammelaktion gestartet. Wie dem Hauptartikel zu entnehmen ist, plant der Stiftungsrat, 2020 die Zahl der in den Gemeinschaftszentren betreuten Waisen- und Strassenkinder auf 1500 zu verdoppeln. Hinzu kommen die weiteren, oben beschriebenen Hilfsleistungen. Es wäre grossartig, wenn die Leserinnen und Leser die Aktivitäten auch diesmal grosszügig unterstützen und das grosse Engagement des Hilfswerkes im Sinne von «Hilfe zur Selbsthilfe» unterstützen würden.

In Ateliers und Werkstätten können Jugendliche einen Beruf erlernen; im Bild angehende Schneiderinnen.

In Ateliers und Werkstätten können Jugendliche einen Beruf erlernen; im Bild angehende Schneiderinnen.

Seit dem Tod von Margrit Fuchs im Jahr 2007 führt ein Schweizer Stiftungsrat in Zusammenarbeit mit dem einheimischen Bureau Social das Hilfswerk weiter, ja baut es weiter aus im Sinn und Geist der Hilfswerkgründerin. Ihr Lebenswerk lebt also weiter. Ihre Worte, die sie 2006 nach der Weihnachts-Sammelaktion der Zeitungen an die Leserschaft gerichtet hat, gelten noch heute: «Ich weiss kaum, wie ich für alle Hilfe danken kann. Helfen dürfen macht glücklich! Ich hoffe, dass das Glücklichsein auch euch zuteil wird.»

Stand: 11.12.2019

603'695 Franken

SO KÖNNEN SIE SPENDEN
Die traditionelle Weihnachts-Sammelaktion der CH Media für das Hilfswerk Margrit Fuchs Ruanda beginnt heute Mittwoch, 27. November, und dauert bis Mittwoch, 11. Dezember.

Ihre Spende können Sie folgenden Zwecken widmen:

  • Kinderhilfe: Betreuung eines Waisenkindes oder Kindes aus ärmsten Familien 150 Franken für ein Jahr, 75 Franken für ein halbes Jahr.
  • Schulgeld: Schulbesuch eines Kindes 200 Franken für ein Jahr, 100 Franken für ein halbes Jahr (gegenüber den Vorjahren musste der Betrag etwas erhöht werden).
  • Vieh: Milchgeiss 80 Franken, Schwein 50 Franken, Kuh 600 Franken (auch ein Anteilbetrag ist möglich).
  • Weitere Zweckbestimungen: Beliebiger Betrag für vielseite Nothilfe, Kinderheim, berufliche Ausbildung Jugendlicher, Mütterstation, mittellose Spitalpatienten, Kleinkredite, Solarpanels, Krankenkassen-Beiträge für mittellose Familien u.a.m.

Spendemeldungen bitte an:

  • Telefon: 058 200 50 25 (werktags 08.00-12.00 und 13.30-17.00 Uhr)
  • E-Mail: ruanda@chmedia.ch
  • Spendemeldungen bitte an:Nach Bestellungseingang schickt das OK den Spenderinnen und Spendern einen Einzahlungsschein mit in Ruanda gefertigten Weihnachtskärtchen zu.
  • Die Spenden sind in allen Kantonen bei den Steuern abzugsberechtigt. Das OK dieser Sammelaktion und der Stiftungsrat verschicken aus finanziellen und administrativen Gründen keine Spendenbestätigung; bitte dem Steuerformular den Beleg der Post- oder Banküberweisung beilegen.

  • Direktüberweisungen sind wie folgt möglich:
  • Stiftung Hilfswerk Margrit Fuchs Ruanda, 5210 Windisch
  • Bankverbindung Konto/IBAN:
  • CH42 8069 0000 0022 2228 0
  • Raiffeisenbank Wasserschloss, 5412 Gebenstorf
  • Bankenclearing-Nr. 80690
  • Post-Konto der Bank: 50-4158-4
  • Auch bei Direktüberweisung bitte die Spende der Spendenzentrale melden, damit die Bestellungen detailliert nach Ruanda übermittelt werden können.

Jede Spende fliesst ungeschmälert nach Ruanda


Da in der Schweiz keine Kosten für Administration und Organisation anfallen und der Stiftungsrat sowie das Helferteam ehrenamtlich arbeiten, kommt jeder Franken vollumfänglich den Notleidenden in den Distrikten Muhanga/Gitarama, Kamonyi und Nyamagabe zugute. Der Bund hat die Aufsicht über das Hilfswerk und die Stiftung inne.
  • Herzlichen Dank für die Unterstützung!

Hilfswerk-Infos: www.ruanda.ch

Die Mitglieder des Stiftungsrates


Dr. Regula Gloor, Hettiswil BE, Präsidentin; Edgar Zimmermann, Windisch, Vizepräsident; Peter Vismara, Windisch, Kassier; Katia Röthlin, Dättwil, Barbara Willi, Burgdorf, Caroline Wanner, Würenlos. Controller: Markus Stoffel, Dällikon.
Geleitworte

Geleitworte zur Jubiläums-Sammelaktion 2013

Bundesrätin Doris Leuthard

Nicht die Summe des Vermögens oder die Zahl der Titel messen den Wert eines Menschen – es sind seine Taten. Margit Fuchs war ein solch wertvoller Mensch; mutig, hilfsbereit, engagiert. Und all jene tun Wertvolles, die für ihr Hilfswerk direkt in Ruanda oder mit ihrem Beitrag aus der Schweiz zu Gunsten der Mittellosen mit anpacken. Getreu nach einem der Leitsätze von Margrit Fuchs – „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen“ (Matthäus 7, 20) – können auch wir Gutes tun, damit für die Menschen in Ruanda Gutes getan werden kann.

Micheline Calmy-Rey, alt Bundesrätin

Ich habe Margrit Fuchs zuerst im Bundeshaus in Bern kennengelernt, dann habe ich sie erneut getroffen, als ich 2007 auf einem offiziellem Besuch in Ruanda war. Ich bewunderte diese Frau, die sich für elternlose Kinder engagierte. Sie ermöglichte den Bau von Schulen und Geburtshäusern, sie hat Waisenhäuser erichtet. Ihr ganzes Leben hat sie Ruanda und seinen Kindern gewidmet. Waisenmutter war sie, was für ein Ehrenname! Heute wird ihr Werk weitergeführt und braucht ihre Spende!

Peter Wanner, Verleger

Margrit Fuchs hat Grossartiges geleistet und ich freue mich, dass Ihr Projekt auf professioneller Basis erfolgreich weitergeführt wird. Bei Spendenaktionen zugunsten von Projekten der Entwicklungshilfe frage ich mich immer: Kommt das Geld hoffentlich in die rechten Hände? Bei der Ruanda-Sammelaktion muss ich mich nicht fragen, denn da habe ich das Vertrauen, dass die wirklich Bedürftigen davon profitieren. Die Aargauer Zeitung und früher das Badener Tagblatt haben von Anfang an dieses Projekt tatkräftig unterstützt – dank der Solidarität ihrer Leserinnen und Leser. Seit Jahren beteiligen sich inzwischen auch die Limmattaler Zeitung, Solothurner Zeitung, das Grenchner Tagblatt, die bz Basel und bz Basellandschaftliche Zeitung mit ihrer Leserschaft an der Weihnachtssammlung und ermöglichen damit zusätzliche Hilfeleistungen in einem der ärmsten Länder.

Alphonse Muinyenntwari, Gouverneur Südprovinz Ruanda

Anlässlich des Besuchs der Stiftungsratspräsidentin Regula Gloor im Oktober in Ruanda fand ein Treffen mit dem Gouverneur der Südprovinz, Alphonse Munyenntwari, statt. Die Südprovinz umfasst eine Bevölkerung von rund 2 Millionen und besteht aus acht Distrikten, darunter Gitarama. Der Gouverneur äusserste dabei seine hohe Anerkennung für die vielfältigen Aktivitäten des Hilfswerkes. Da die Armutsbekämpfung ein wichtiges Ziel der Regierung ist, trage das Hilfswerk wesentlich dazu bei, diese Ziele in seiner Provinz schneller und besser umzusetzen, so durch den Bau neuer Schulhäuser, die Unterstützung der Schüler und Studierenden mit Schulgeldern sowie die Verteilung von Vieh an die arme Bevölkerung. „Für diese Hilfe bin ich der Stiftung und somit den Spendern in der Schweiz äusserst dankbar. Ich hoffe sehr, dass diese Aktivitäten auch in Zukunft fortgesetzt werden, denn sie sind für die arme Bevölkerung von sehr grosser Wichtigkeit.“

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