Spar-Portest
Spar-Angestellte nach Streik entlassen: Juso und Gewerkschaften sind empört

Zahlreich sind die Kommentare zum Spar-Streik. Nun ergreifen Juso und Gewerkschaften Partei für die Angestellten: Mit der fristlosen Entlassung von protestierenden Angestellten habe dieser das «Streikrecht» missachtet.

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Die Juso, die Gewerkschaft VPOD sowie die Unia Jugend empören sich über das Vorgehen des Detailhändlers Spar. Dieser hatte nach einem mehrtägigen Streik vor einem Spar-Tankstellenshop mehrere fristlose Kündigungen ausgesprochen.

Damit verstosse der Detailhändler «klar gegen das Streikrecht» schrieben die Juso sowie die Unia Jugend am Samstag in einer gemeinsamen Mitteilung. Die beiden Jungorganisationen solidarisierten sich mit Protestaktionen in mehreren Kantonen mit den betroffenen Mitarbeitern.

Klage bei der internationalen Arbeitsorganisation eingereicht

Die Gewerkschaft VPOD ist als Reaktion auf das Vorgehen von Spar mit einer Klage an die internationale Arbeitsorganisation (ILO) gelangt. Darin fordert der VPOD die Einhaltung der Gewerkschaftsrechte, zu denen auch das Recht auf Streik gehöre.

Am 3. Juni war rund die Hälfte der 21 Beschäftigten des Spar-Tankstellenshops in Baden-Dättwil AG in den Streik getreten. Die Angestellten forderten bessere Arbeitsbedingungen, höhere Löhne und mehr personelle Ressourcen.

Die Fahnen sind eingerollt: Gewerkschafter und Streikende ziehen vom Spar-Shop ab.Alex Spichale

Die Fahnen sind eingerollt: Gewerkschafter und Streikende ziehen vom Spar-Shop ab.Alex Spichale

Mitte dieser Woche sprach der Detailhändler in 10 Fällen die fristlose Kündigung aus. Schliesslich verfügte das Gerichtspräsidium Baden eine Aufhebung der Blockade.

Die Streikenden beim Spar-Tankstellenshop in Baden-Dättwil haben ihre Blockade am Donnerstagnachmittag aufgehoben. Sie wollen am Hauptsitz von Spar in St. Gallen weiter streiken und schalten das kantonale Schiedsgericht ein. (sda/cls)